Kommunalpolitik

"Geht nicht, gibt"s nicht? Doch bei der Stadtverwaltung Erfurt!", kritisiert FDP-Stadtrat und Wirtschaftsexperte Thomas L. Kemmerich die wiederholte Verzögerung der geplanten Einführung der Online-Kitaplatzvergabe von Sommer 2015 auf voraussichtlich Frühjahr 2016. "Damit solche Blamagen nicht mehr passieren, muss die Steuerung der IT ressortübergreifend und zentral erfolgen. Damit werden IT- Inseln vermieden, die mit dem Gesamtkonzept nicht kompatibel sind.", fordert Kemmerich. Denn so lautete die Aussage der Firma, dass "spezifische technische Anforderungen derzeit durch die Firma noch nicht erfüllt werden". "Würde die Verwaltung ein standardisiertes Vorgehen zum Planen und Durchführen von Systementwicklungsprojekten anwenden, wie es beim Bund Plicht ist, könnten die Schwächen der Auftragnehmer bereits frühzeitig erkannt werden", erklärt Kemmerich weiter.

"Der Beschluss zur Online-Vergabe ist von 2012! Seit Jahren warten die Eltern auf die Einführung der Online-Anmeldung. Eltern, die sich seit Anfang des Jahres bei den Kitaeinrichtungen anmelden wollten, wurden mit dem Hinweis der baldigen Online-Vergabe durch die Stadt abgewiesen. Und nun? Nun müssen die Eltern bei der Kitasuche von vorne anfangen. Das scheinbar unkoordinierte Vorgehen der Stadtverwaltung führt nur zu Verunsicherungen und verschärft die bestehende Problematik der Kitaplatz-Vergabe in Erfurt", weiß Kemmerich von verzweifelten Eltern zu berichten. "Auch die Einrichtungen werden immer wieder hingehalten und müssen ihre Planung ständig neu ausrichten", kritisiert Kemmerich weiter.

"Im Interesse der Erfurter Familien und der Einrichtungen muss die gesamte Ausschreibung überprüft werden. Insbesondere müssen die Bewertungskriterien begutachtet werden, die zur Beauftragung der Firma geführt haben", fordert der Wirtschaftsliberale abschließend.