Wirtschaftspolitik

"Ein Kinderlachen bezahlt keine Miete", so der Vorsitzende der Erfurter FDP, Thomas Kemmerich, zum aktuellen Kita-Streik. "Zumal die finanziellen Mittel zur besseren Entlohnung der Thüringer Erzieherinnen und Erzieher da sind. Dem Land Thüringen als auch den Kommunen fließen in den nächsten Jahren jeweils 200 Millionen zu. Die Möglichkeiten wären also da", rechnet der Wirtschaftsliberale vor. Hintergrund ist, dass Finanzministerin Heike Taubert jetzt die Ergebnisse der Mai-Steuerschätzung für Thüringen vorgelegt hat. Danach kann Thüringen 2015 mit Einnahmen von etwa 6,45 Milliarden Euro rechnen. Das sind 59 Millionen Euro mehr, als im Haushaltsentwurf der Regierung vorgesehen. Im Jahr 2016 steigen die Einnahmen des Landes sogar auf 6,66 Milliarden Euro und 2017 auf 6,82 Milliarden Euro. 2016 können die Kommunen mit Steuereinnahmen von 1,46 Milliarden Euro rechnen. Dieser Betrag soll bis 2019 auf 1,63 Milliarden Euro steigen.

"Leider ist zu befürchten, dass dieses Geld jedoch von der Finanzministerin oder den Finanzdezernenten der Städte schon verplant ist. Trotzdem werden hier Taten statt warmer Worte gefordert", so Kemmerich weiter. "Ein Kinderlachen ehrt die Erzieherinnen in ihrer wichtigen Arbeit für den Bildungsweg der Kinder. Eine gerechte Entlohnung ist ein klares Muss und Bestandteil der richtigen Bildung und Erziehung der zukünftigen Leistungsträger unserer Gesellschaft", so Kemmerich abschließend.