"Seitens des Rathauses erwarte ich jetzt das Abschaffen der Erfurter Umweltzone, spätestens bis zum 01.01.2016", stellt Stadtrat Thomas L. Kemmerich klar. Nach der ersten Verhandlung vor Gericht schlägt das Gericht zur einvernehmlichen Lösung des Sachverhaltes vor, die Umweltzone abzuschaffen. Es ist davon auszugehen, dass dem Vorschlag gefolgt wird. "Dadurch werden auch andere Städte in Thüringen wie Mühlhausen abgehalten, eine Umweltzone einzuführen", so Kemmerich. Der FDP-Politiker hat schon lange kritisiert: "Die Umweltzone hat keine messbare Wirkung, verursacht einen hohen Aufwand, Bürokratie und nichts als Kosten. Wobei die Einhaltung des Fahrverbotes für Fahrzeuge ohne grüne Plakette weder kontrolliert noch geahndet wird", so Kemmerich. Zudem sollen die Gebühren für Ausnahmegenehmigungen erhöht werden, wie aus dem Rathaus zu vernehmen war. Übereifrig hatte sich die Stadtregierung für das Pflaster "Umweltzone" auf dem grünen Gewissen des Stadtrates entschieden und bis heute kein Argument gefunden, das diese Zone rechtfertigt, ist Kemmerich weiterhin überzeugt.


Mit einem erneuten Antrag will der Liberale nun erwirken, dass Oberbürgermeister Andreas Bausewein nach den Einschätzungen und Ergebnissen zu den Umweltzonen in Deutschland die Thüringer Umweltzone in unserer Landeshauptstadt sofort abschafft bzw. einen entsprechenden Antrag beim Landesverwaltungsamt stellt. Im Fall einer grün-ideologisch gefärbten Ablehnung des Antrages verlangt Kemmerich von Bausewein eine Begründung.