Bildungspolitik

"Auch wenn Bildungsministerin Frau Dr. Klaubert in letzter Sekunde eingelenkte und die Finanzierung für 2015 nach dem Aufruf der Landesvertretungen von Eltern und Schülern zusagte, fehlt es grundlegend an den organisatorischen Voraussetzungen seitens der Landesregierung", so kommentiert Thomas L. Kemmerich, FDP-Wirtschaftsexperte und Erfurter Stadtrat, die geplanten Kürzungen der Mittel für Maßnahmen "Lernen am anderen Ort". "Das derzeitige Verfahren zum Abrufen der Mittel ist unzureichend. Der tatsächliche Bedarf der Schulen wird dadurch vernachlässigt. Das Verteilungsverfahren muss dringend nachgebessert werden", fordert Kemmerich. Der Wirtschaftsliberale unterstützt die gemeinsame Forderung der Landeseltern- und der Landesschülervertretung, dass in der aktuellen Haushaltsdebatte weitere Mittel über das Niveau des Jahres 2014 einzustellen sind. "Denn es ist davon auszugehen, dass bereits in den vergangenen Jahren Kosten nicht abgerechnet oder Veranstaltungen nicht durchgeführt wurden", so Kemmerich weiter.

Weiterhin fordert Kemmerich, dass das Bildungsministerium mit den Lehrern, Eltern und Schülern gemeinsam eine Analyse zur Weiterentwicklung "Lernen am anderen Ort" vornimmt. Dies ist gerade heute angesichts der Herausforderungen der Globalisierung umso wichtiger. "Ziel der Landesregierung muss sein, dass die Schulen Planungssicherheit erhalten. Die Fehler der Vergangenheit dürfen sich nicht noch einmal wiederholen", fordert Kemmerich abschließend.