Wirtschaftspolitik


Thomas L. Kemmerich, Mitglied im FDP-Bundesvorstand und Erfurter Stadtrat, fordert: "Wir brauchen schnellstmöglich ein Ansiedlungsprogramm für Thüringen, um die Zuwanderer gezielt im ländlichen Raum anzusiedeln. Deutschlandweit stehen rund 1,7 Millionen leer. Die können wir sofort und insbesondere für Familien nutzen ", so der Liberale und bezieht sich dabei auf eine Studie des Berliner Wirtschaftswissenschaftler Harald Simons, Vorstandsmitglied des Beratungs- und Forschungsinstituts Empiria. Der ländliche Raum schrumpft. Häuser und Wohnungen stünden leer. Fachkräfte u.a. im Bereich Landwirtschaft, Pflege und im Handwerk werden händeringend gesucht. Ein Ansiedlungsprogramm böte für beide Seiten Vorteile und würde die Attraktivität in der Fläche steigern. "Hier muss die Landesregierung gemeinsam mit den Wirtschaftsverbänden sowie kommunalen Spitzenverbänden eine pragmatische Lösung zum Vorteil Thüringens und der Flüchtlinge schaffen", appelliert Kemmerich.

Zudem sollten kurzfristig flexible Handhabungen auf den Weg gebracht werden, die es ermöglichen, die arbeitswilligen Asylsuchenden schnell in Arbeit zu bringen. "Man muss es nur wollen. Derzeit gibt es über 250.000 unbearbeitete Asylanträge - dabei können wir es uns doch angesichts von Überalterung und drohendem Fachkräftemangel nicht leisten, auf das Potenzial von Flüchtlingen zu verzichten. Statt den Asylsuchenden die Arbeitserlaubnis vorzuenthalten, muss schnell gehandelt werden", fordert Kemmerich abschließend.