Wirtschaftspolitik

"Einmal Grunderwerbsteuerfrei und keine weiteren Erhöhungen der Grunderwerbsteuer", fordert der Thüringer Wirtschaftsliberale, Thomas L. Kemmerich, von der Thüringer Landesregierung angesichts der Pläne von R2G die Grunderwerbsteuer ab 2017 auf 6,5 Prozent zu erhöhen. "Der Freistaat würde mit 6,5 Prozent bundesweit den höchsten Wert neben Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und dem Saarland ausweisen. Die Landesregierung belastet Familien und Unternehmen doppelt", so Kemmerich weiter. Letztmalig wurde im Jahr 2011 in Thüringen die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent erhöht. Ein weiterer Anstieg käme einer annähernden Verdoppelung innerhalb weniger Jahre gleich. Der Wirtschaftsexperte schlägt stattdessen vor: "Um den Aufbau von privatem Vermögen zu verstärken, sollte jeder Erwachsene Thüringer beim Kauf einer Immobilie einmalig von der Grunderwerbsteuer befreit werden. Das bringt dem Freistaat darüber hinaus weitere Standortvorteile, da viele Menschen für die Heimkehr nach Thüringen motiviert werden. Der Verzicht auf die Einnahmen der Grunderwerbsteuer wird sich auszahlen", so Kemmerich. Einen entsprechenden Antrag hat der Erfurter FDP-Kreisverband für den Landesparteitag der Thüringer Liberalen am 29. November 2015 gestellt.

"Rot-Grüne Regierungen haben die Abgabenlast für junge Familien und Wohnungsunternehmen in den vergangenen Jahren nahezu verdoppelt. Statt den Landeshaushalt durch sparsames Wirtschaften in den Griff zu bekommen, bürden SPD und Grüne den Bürgern lieber neue Belastungen auf. Die Mehrkosten der Grunderwerbsteuer treffen jedermann. Besonders verheerend sind jedoch die Auswirkungen für junge Familien, die in der nächsten Zeit ihre eigenen vier Wände errichten wollten", so der Wirtschaftsexperte. Seit 2006 können die Länder den Steuersatz bestimmen, nur Bayern und Sachsen haben ihn noch nicht erhöht und verharren bei 3,5 Prozent. "Daran sollten sich die rot-grünen Landesregierungen ein Beispiel nehme", so Kemmerich abschließend.