Finanzpolitik

Der Thüringer FDP-Wirtschaftsexperte und stellvertretende Vorsitzende des Landesverbandes Kinderreicher Familien Thüringen e.V. (KRFD), Thomas L. Kemmerich, fordert, kinderreiche Familien finanziell zu entlasten. "Kinderreiche Familien sollten einen Bonus bei der Sozialversicherung erhalten. Der Keil zwischen Brutto und Netto sind die Sozialversicherungsbeiträge, die für Kinderlose und Menschen mit Kindern gleich sind", so Kemmerich und bezieht sich dabei auf eine Forderung von Dr. Jürgen Borchert, Jurist, beim 2. Familienkongresses des KRFD. "Die Steuerlast trifft kinderreiche Haushalte bzw. Familien überproportional stark", sagte Kemmerich. Anhand der Beispielrechnung würde deutlich, dass bei einem mittleren Jahreseinkommen von 35.000 Euro nach Abzug der Sozialversicherungsbeiträge und der steuerlichen Existenzminima ein kinderloses Ehepaar noch ein Plus von knapp 8.400 Euro, hingegen ein Ehepaar mit zwei Kindern ein Minus von 760 und eines mit drei Kindern gar von 5.400 Euro verzeichneten. Der Wirtschaftsliberale fordert die Angleichung eines steuerlichen Existenzminimums für Kinder: "Kinder und Erwachsene müssen den gleichen Grundfreibetrag erhalten, um so Familien mit Kindern in besonderer Weise zu entlasten". Auch Dr. Borchert ermutigte einzelne Familien ebenso wie deren Verbände, die vom Verfassungsgericht dem Gesetzgeber längst aufgegebene Korrektur der Steuergesetzgebung einzufordern.

"Wir müssen dafür Sorge tragen, dass Kinderlose nicht mehr belastet werden, sondern kinderreiche Familien besser und stärker entlastet werden", ist sich Kemmerich sicher. "Die weltweit niedrigste Geburtenrate wird zum Standortproblem für Deutschland. Nicht die jetzige Generation wird die Folgen direkt spüren, sondern die Generation unserer Kinder", warnt Kemmerich abschließend.