Wirtschafts- und Finanzpolitik

"Die Befürchtungen sind leider wahr geworden: die Stadt Erfurt bzw. die Verantwortlichen haben im Pokerspiel um die VNG-Anteile zu hoch gesetzt und sich verzockt", so kommentiert der FDP-Stadtrat, Thomas L. Kemmerich, die Verlustmeldung des Leipziger Gasversorgers VNG. Im Jahr 2015 wurde ein Verlust von ca. 100 Millionen ausgewiesen. Die Pressekonferenz des Leipziger Gasversorgersvom 10. März 2016 lieferte genaue Zahlen des Millionenausmaßes. "Den Stadtwerken Erfurt droht daher einer weiterer Wertverlust seiner VNG-Anteile", so der Stadtrat. Dass der Stadt Erfurt Millionenverluste drohten, davor hatte Thomas L. Kemmerich schon im Jahr 2014 gewarnt.

"Die Stadtratsspitze trägt dafür die alleinige Schuld, denn sie hat in diesem Geschäft wirtschaftliche Vernunft und zudem sachliche Warnungen absolut missachtet. Das ist verantwortungslos. Die Stadt hat im Jahr 2014 die falsche Taktik gewählt. Für den Verkauf der Anteile hätte Erfurt mit allen Eigentümern eine Lösung finden müssen. Stattdessen hat die Stadt Erfurt einen konfrontativen Weg gewählt. Den Preis, den der Oberbürgermeister Bausewein verlangte, war zu hoch. Doch der spekulierte Verkaufserlös zur Finanzierung rot-rot-grüner Versprechen war wohl zu verlockend. Rien ne va plus, Herr Bausewein", so Kemmerich abschließend.