"Die neue Anlage am Spielbergtor kostet ganze 20 Prozent mehr als geplant. So ist die Kostenberechnung von ursprünglich 395.573 Euro auf bis jetzt gesamt 473.265 Euro gestiegen. Ratlos im Radhaus - ist wohl die passende Einschätzung", so kommentiert FDP-Stadtrat, Thoms L. Kemmerich, den gestrigen Beschluss des städtischen Bau- Verkehrausschusses die Gelder zu erhöhen. "Der geplante Betreiber, der auch das andere Radhaus betreibt, war wohl von Anfang an der Wunschkandidat der Stadtverwaltung. Oder wie ist es sonst zu erklären? Ein Vergleich der Kosten pro Stellplatz zwischen beiden Radhäusern und auch externen Projekten wäre nicht nur aufschlussreich, sondern auch angebracht gewesen. Alle städtischen Leistungen müssen immer nach den Kriterien des Wettbewerbs vergeben werden", so Kemmerich weiter.

"Ich befürworte grundsätzlich die Errichtung von Fahrradstationen in der Innenstadt, aber die Projekte in Erfurt müssen finanziell überschaubar bleiben. Dazu gehört, dass die Vorabprüfungen der baulichen Begebenheiten und der Kostenplanung fachlich korrekt durchgeführt und gegebenenfalls kontrolliert werden. Viel zu oft müssen wir Stadträte in den Ausschüssen "Nachzahlungen" für Projekte bewilligen. Immer unvorhergesehen, immer unplanbar - das glaube ich nicht. Die Erfurter Stadtverwaltung zeigt sich wiedermal und gerade in so einer wichtigen Angelegenheit als nicht lernfähig", so Kemmerich abschließend.