"Nachdem die Stadtverwaltung sich fast ein Jahr Zeit gelassen hat, soll nun die ehrenamtlichen Stadträte binnen drei Wochen - von der ersten Lesung bis zum Haushaltsbeschluss - dem umfangreichen Haushalt der Stadt Erfurt zustimmen. Eine echte Diskussion aus den Reihen des Stadtrates, zumindest soweit sie nicht in die Stadtregierung aus Rot-Rot-Grün eingebunden sind, scheint nicht gewünscht zu sein, und gleich damit eher ein Showveranstaltung", kritisiert Thomas L. Kemmerich, FDP Stadtrat und Thüringer Landesvorsitzender.

"Da stellt sich doch die Frage: Ist das Absicht, Herr Bausewein? Es bleibt kaum Zeit im Rahmen von ehrenamtlicher Arbeit den umfangreichen Haushaltsplan mit der nötigen Sorgfalt und Ruhe durchzugehen. Fundierte Änderungs- und Ergänzungsanträge, also der Gestaltungswille am Haushalt werden nahezu unmöglich. Will der Oberbürgermeister den Haushalt durchwinken lassen oder was soll versteckt werden?", kritisiert Kemmerich weiter. "Das gehört sich nicht im Umgang mit ehrenamtlicher Arbeit! Vielmehr lässt dieser Beratungsverlauf vermuten, dass die rot-rot-grünen Stadtratsfraktionen den Haushalt schon unter sich aufgeteilt haben. Dann wird der städtische Haushalt wieder zum Selbstbedienungsladen von Herrn Bausewein und seinen Kollegen. Letztlich wird die Haushaltsberatung wiederholt nach dem Schema ablaufen: zu späte und zu knappe Beratungszeiten", so der Landesvorsitzende abschließend.