Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

im Amtsblatt der Stadt Erfurt (Nr. 10, Seite 9) ist eine Stellenausschreibung für "6 Sachbearbeiter/innen für die Aktionsfelder Bildungsmanagement, -übergänge, -monitoring mit jeweils 20 Wochenstunden" veröffentlicht worden. Als Einstellungsvoraussetzung ist ein Masterabschluss (oder vergleichbar) gefordert, die Einstellung soll aber nur als Sachbearbeiter/in bzw. E 9 TVöD erfolgen. Nach Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 14.04.2000 sind Bachelorabschlüsse dem gehobenen Dienst zuzuordnen (etwa Sachbearbeiter/-innen, ab E 9). Master-Abschlüsse hingegen eröffnen dem Beschluss nach den Weg zum höheren Dienst Referent-/innen, ab E 13).

Wir begrüßen es sehr, dass die Stadt Erfurt qualifizierte Bewerber/-innen zur Erfüllung ihrer
Aufgaben einsetzen will. Allerdings sollten bei den Stellenausschreibungen Entlohnung und
Anforderungsprofil zusammenpassen. Das wäre schon deshalb wünschenswert, damit sich die
Stadtverwaltung weder dem Vorwurf des Lohndumpings noch dem der Unkenntnis der Bologna-Reform aussetzt. Gerade die öffentliche Verwaltung sollte beim Thema Fachkräftesicherung mit gutem Beispiel voran gehen. In diesem Zusammenhang frage ich an:

1. Wie sehen die Eingruppierungsrichtlinien der Stadtverwaltung aus?

2. Wie viele Bachelor- und Masterabsolventen hat die Stadt Erfurt in den Jahren 2009,
2010 und vom 01.01.-31.5.2011 in welchen Entgeltstufen eingestellt?

3. Wie wird in Zukunft sichergestellt, dass die Eingruppierung dem Beschluss der
Kultusministerkonferenz vom 14.04.2000 entspricht?

12.07.2011 1168
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