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Standortpolitik

Bundesforschungsministerin Schavan verschaukelt

Reimann

Uwe Barth
Uwe Barth

Jena hat sich als Sitz des Europäischen Innovations- und Technologieinstituts (EIT) beworben und wurde dabei in der gestrigen Bundestagsdebatte vom Jenaer Abgeordneten Uwe Barth aktiv unterstützt. Jetzt sind von den EU-Forschungsministern als Standortkriterien festgelegt worden: EU-Beitrittsland und bisher noch keine Europäischen Institutionen angesiedelt. Damit ist Jena aus dem Rennen.
Dazu Uwe Barth: Als Abgeordneter aus Jena bin ich über das Verhalten der EU-Forschungsminister und damit auch von Bundesforschungsministerin Schavan beim Europäischen Institut für Technologie enttäuscht. Jena ist ein exzellenter Forschungs- und Universitätsstandort. Mit Jena braucht sich Deutschland bei einer Bewerbung für das EIT nicht hinter anderen europäischen Ländern zu verstecken.

Es ist für mich nicht nachvollziehbar, dass im Nachhinein die Entscheidungskriterien durch die europäischen Forschungsminister verändert worden sind. Es hätte vom ersten Tag an für alle potenziellen Bewerber bekannt sein müssen, dass das EIT jedenfalls in einem neuen Mitgliedsland angesiedelt werden soll, das noch keine EU-Institution hat. Neben Jena müssen sich auch die anderen deutschen Bewerber verschaukelt fühlen, da sie unnötig über Monate hinweg Zeit und Ressourcen für ihre Bewerbung investiert haben.

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