Solidarisch zeigt sich der Jenaer Bundestagsabgeordnete und hochschulpolitische Sprecher der FDP Bundestagsfraktion Uwe Barth mit den Schülern und ihrem Anliegen des bundesweiten Schulstreiks am 12. November. "Dass unser Schulsystem Mängel hat, ist nicht erst seit gestern bekannt. Wenn aber als Ergebnis des so genannten Bildungsgipfels von Dresden lediglich verbucht werden kann, Bund und Länder haben darüber Einigkeit erzielt, dass man angesichts der Globalisierung, des demographischen Wandels und der Wissensexplosion vor großen Herausforderungen steht, zeigt das nur die Unfähigkeit der gegenwärtigen Regierung, die Bildung zu verbessern"; kritisiert der 44jährige Physiker. Der bundesweite Aktionstag der Schüler ist eine gute Möglichkeit, den nötigen Druck zu nötigen Bildungsreformen zu erhöhen. "Denn auch die Bildungssommerreise der Bundeskanzlerin - oder sollte man besser sagen, ihr Besuch von Vorzeigeschulen?""- war eher auf Medienwirksamkeit ausgerichtet, statt auf die Suche nach Auswegen aus der Bildungskrise. Wir brauchen aber keine Blitzlichter sondern Geistesblitze. Deshalb kann ich das Anliegen und die Form des Protests der streikenden Schüler nur unterstützen. Eine Möglichkeit an der Auswahl der Bildungspolitiker von Bund und Ländern mitzuwirken, bleibt den meisten Schülern aufgrund ihres Alters sowieso verwehrt", so Barth. Die FDP Thüringen hat ihre bildungspolitischen Forderungen, wie kleinere Klassen oder längeres gemeinsames Lernen schon lange formuliert. "Die werden wir in den Mittelpunkt der politischen Auseinandersetzung des Superwahljahr 2009 stellen", so Barth abschließend.