Kreisverbände
Gute Stimmung im Unstrut-Hainich-Kreis
Gute Stimmung im Unstrut-Hainich-Kreis

In den Kreisverbänden beginnen dir turnusgemäßen Vorstandswahlen. Im Januar und Februar werden zugleich die Mitglieder des Landesparteirates und die Parteitagsdelegierten bestimmt. Bereits gewählt haben die Kreisverbände im Nord-Westen des Freistaates. Im Eichsfeld wurde Kreischef Martin Henning in seinem Amt bestätigt, im Unstrut-Hainich-Kreis ist Steffen Dreilich neuer FDP-Chef.

Stimmungsvoll zum Gruppenbild: Der bisherige Kreisvorsitzende Wolfgang Schwarzmann im Kreise des alten und neuen Vorstands, darunter: Die stellv. Kreischefs Friedrich-Wilhelm Emmerich und Wolfgang Martin (links und rechts stehend) und Schatzmeister Björn Goldmann (rechts sitzend). Ebenfalls auf dem Bild: Doris Klein und Margitta Otto (3.u. 2. v.r.) sowie Erich Weißenborn (2.v.l.stehend).


Henning machte in seiner Rede klar, worum es in der nächsten Legislatur gehen werde: Die FDP wird ihren kommunalen Schwerpunkt behaupten und 2009 wieder in den Kreistag einziehen. Darin sah sich Henning mit Landeschef Uwe Barth MdB, einig, der für das Superwahljahr deutlich machte, dass die FDP in den Thüringer Landtag einzieht und die Zahl der Bundestagsmandate erhöhen wird. In seinem Rechenschaftsbericht begründete Henning seine Zuversicht mit den Wahlergebnissen von 2005. Die Liberalen hatten im Eichsfeld bei der wegen der "vorzeitigen Kapitulation der rot-grünen Koalition" vorgezogenen Bundestagswahl mit einem Zugewinn von 3,5 Prozent das Thüringer liberale Spitzenergebnis von 9,7 Prozent eingefahren. "Das war deutlich mehr als der Landesdurchschnitt und nur 0,1 Prozent weniger als das Ergebnis auf Bundesebene", sagte Henning. Er dankte der ebenfalls anwesenden Direktkandidatin Franka Hitzing, die zugleich FDP-Landesvize ist, für ihr großes Engagement während des Bundestagswahlkampfes.

Auch Wolfgang Schwarzmann, bisher Vorsitzender der FDP Unstrut-Hainich, zog aus den Wahlergebnisse ein positives Resümee. In seinem Rechenschaftsbericht stellte er die guten Ergebnisse der Partei bei den Wahlen heraus. Allerdings sparte er auch nicht mit Kritik und mit Selbstkritik. Dennoch: In der Kommunalpolitik sind die Liberalen mit drei Bürgermeistern in den Städten des Kreises traditionell gut vertreten. Schwarzmann beglückwünschte nochmals die anwesende neugewählte FDP-Bürgermeisterin der Stadt Schlotheim Margitta Otto zu ihrem Wahlerfolg. Auch in der Landespolitik will die Partei neue Akzente setzen. Generalsekretär Patrick Kurth, wie auch Landesvize Franka Hitzing ermunterten die Liberalen vor Ort zur intensiven Mitarbeit in der Partei. Die FDP habe die Verpflichtung, sich nicht nur an den Zukunftszielen zu messen, sondern auch an ihrer großen Traditionen. Denn zur Kreismitgliederversammlung wurden Doris Klein sowie Erich Weißenborn für ihre 60jährige Parteimitgliedschaft geehrt.

Die FDP Unstrut-Hainich hat mit ihrem neuen Vorsitzenden Dreilich (37) und mit Björn Goldmann (34) als Schatzmeister ihren Kreisvorstand verjüngt. Für die Kontinuität in der Vorstandsarbeit sollen die beiden wiedergewählten Stellvertreter des Vorsitzenden, Friedrich Wilhelm Emmerich und Wolfgang Martin, sorgen. Ingeborg Wirtz, die langjährige Schatzmeisterin, hatte aus beruflichen Gründen ebenso wie der bisherige Kreisvorsitzende nicht wieder kandidiert. Hitzing wie auch Kurth dankten beiden seitens der Landespartei für ihr großes Engagement über Jahre hinweg.

In beiden Kreisverbänden, deren Vorstände weitgehend bestätigt wurden, soll die kommende Legislatur der intensiven Vorbereitung auf das Superwahljahr. Dieser Verantwortung müssen die auf Kreis- und Landesebene gerecht werden. Politisch stünden die Hauptthemen der Landes-FDP wie Bekämpfung der Abwanderung, Stärkung des ländlichen Raumes sowie Entbürokratisierung und Deregulierung auch in den Kreisverbänden ganz oben auf der programmatischen Agenda.