Die Themen Wirtschaft, Arbeit und Beschäftigung haben höchste Priorität im Programm der FDP im Landkreis Nordhausen. Nur mit einer gesunden Wirtschaft sind Familien- und Bildungspolitik, Kultur und Sport sowie Umweltschutz im jetzigen Umfang realisierbar.
Es muss erst erwirtschaftet werden, was später verteilt wird!

Der Motor des wirtschaftlichen Wachstums ist der Mittelstand. Viele kleine und mittlere Firmen, vor allem aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Werkzeug- und Formenbau, Kunststoffverarbeitung, Landwirtschaftstechnik, Automobilzulieferer, Bauwirtschaft sowie Lebens- und Genussmittelindustrie und Gesundheitsfürsorge, stellen den überwiegenden Teil aller Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Ähnliches gilt für Handwerksbetriebe, Handel, Dienstleistende und Freiberufler. Sie zu stärken ist eine wichtige Aufgabe. Wir fordern, dass Landkreis und Kommunen bei der Ausschreibung von öffentlichen Aufträgen diese in möglichst kleine Lose aufteilen, damit auch kleine Betriebe vor Ort die Chance haben, Aufträge zu erhalten. Alle diese Firmen, aber auch potenzielle Neuansiedlungen, verdienen in jedem Einzelfall die direkte Unterstützung durch unbürokratische und schnelle Genehmigungsverfahren sowie durch die Schaffung einer leistungsfähigen und bedarfsgerechten Infrastruktur. Förderprogramme sind zu optimieren und Hürden zu senken.

Unternehmer und Investoren benötigen einen kompetenten Ansprechpartner – gewissermaßen einen Mittelstandsservice. Finanzielle Belastungen, wie die Gewerbesteuer bzw. lokale Gebühren, sollten auf den Prüfstand. Die Belastung von Betrieben und Bürgern vor Ort ist hoch. Gewerbliche Betriebe in öffentlicher Hand haben nur dann eine Berechtigung, wenn sie für die Daseinsfürsorge notwendig und in ihrer Aufgabenerfüllung besser sind als privatwirtschaftlich geführte Unternehmen. Unbedingt notwendig ist es, unsere Standortvorteile, wie die Lage mitten in Deutschland und Europa, wunderschöne Landschaft, reichhaltiges kulturelles und Bildungsangebot, besser zu nutzen. Eine wesentliche Voraussetzung für Unternehmensneuansiedlungen ist eine wirtschaftsfreundliche und investitionsfördernde Grundeinstellung auf allen Ebenen der Verwaltung. Die bereits vorhandenen Netzwerke sind konsequent zu stärken und auszubauen. Arbeitslose müssen gezielter qualifiziert werden und Jugendliche benötigen neben einem Schulabschluss über die Berufsausbildung hinaus eine Perspektive vor Ort.

Wir wollen:

  • schlanke Ausschreibungen mit kleinen Losgrößen
  • unbürokratische und schnelle Genehmigungsverfahren für Neuansiedlungen
  • Optimierung von Förderprogrammen, Hürden senken
  • Breitbandversorgung als Standortfaktor
  • finanzielle Belastungen (Gewerbesteuer, Gebühren etc.) auf den Prüfstand
  • Standortvorteile mitten in Europa nutzen und stärker nach außen kommunizieren
  • eine zentrale Wirtschaftsförderung von Stadt und Landkreis Nordhausen

07.04.2014 711