Die Bildung der Kinder und Jugendlichen im Landkreis nimmt für die FDP im Landkreis Nordhausen einen besonders hohen  Stellenwert ein. Gute Bildung ist auch Ausdruck von Chancengerechtigkeit. Der Landkreis Nordhausen kann keine direkte Schulpolitik betreiben, steht aber als Träger der öffentlichen Schulen in der Verantwortung, gute räumliche Rahmenbedingungen in den einzelnen Bildungsstätten zu schaffen. Um eine moderne und den Ansprüchen der Zeit gerecht werdende, aber auch finanzierbare Ausstattung der Schulen im Kreis zu gewährleisten, setzen wir uns für einen zielgenauen und nachhaltigen  Umgang mit den dafür zur Verfügung stehenden Mitteln ein. Die Schulen dürfen nicht das „Sparschwein“ der Kreisfinanzen sein. Eine vorschnelle Schließung von Schulstandorten und Fusion von Schulen gibt es mit uns nicht. Es bleibt bei dem Grundsatz kleine Füße – kurze Wege. Statt aus ideologischen Gründen dauernd über neue Schulformen wie die Gemeinschaftsschulen zu diskutieren, gilt es verlässliche Bildungseinrichtungen vor Ort zu erhalten. Wir setzen auf  den Erhalt des derzeitigen Baubestandes und eine Ausstattung der Unterrichtsräume, die auf die immer größer werdende Bedeutung der modernen Medien vorbereitet ist.

Jeder Schüler sollte nach Möglichkeit die Schule besuchen können, die seinen Fähigkeiten und Begabungen am ehesten gerecht wird – auch wenn diese nicht die zum Wohnort nächstgelegene ist. Hier soll der Landkreis stärker als bisher über das vielfältige Angebot im Kreis informieren. Für eine Stärkung der Schulfreiheit müssen die hohen bürokratischen Hürden in Bezug auf die Rückerstattung von Schülerbeförderungskosten gesenkt werden.

Gute Bildung der Jugendlichen und qualifizierte lebenslange Fortbildung verstehen wir auch  als Kapital für eine gesunde Region in der Zukunft – gut ausgebildete Schul- und Studienabgänger möchten wir im Landkreis halten! Hier muss der Kreis in Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen und Bildungseinrichtungen  - vor allem der Fachhochschule Nordhausen - vorhandenes Potenzial stärker nutzen und nach außen kommunizieren, beispielsweise im Rahmen von Ausbildungsmessen.

Zur Attraktivität unserer Region gehört auch das Angebot für junge Familien. KINDERLÄRM IST ZUKUNFTSMUSIK. Wir möchten Familien, die sich für den Landkreis Nordhausen als Lebensmittelpunkt entscheiden, bei der Bewältigung des Spagates zwischen Beruf und Privatem unterstützen. Die Probleme beginnen häufig schon bei der Suche des Kita-Platzes. Auch hier muss der Kreis den Betroffenen zur Seite stehen und über das bereits bestehende Angebot an Kindertagesstätten zielgerichtet informieren. Ein einfaches Instrument dazu wäre beispielsweise die Einrichtung einer kreisweiten „Kita-Börse“, die vernetzt über freie Betreuungsmöglichkeiten in unserer Region informiert.

Wir wollen:

  • Mittel für die Bildung dürfen auch nur für Bildung verwendet werden
  • keine vorschnelle Schließung von Schulstandorten – kleine Füße , kurze Wege
  • eine moderne, mediengestützte Ausstattung der Schulen
  • die Unterstützung der Schulfreiheit durch den Kreis
  • Programme zur Bindung von jungen Menschen an unsere Region
  • keine weitere Kürzung der Mittel für die Jugendarbeit

07.04.2014 841