Unsere Region verfügt mit dem Südharz, der Hainleite und dem Karstwanderweg über eine einmalige Landschaft mit enormer Vielfalt. Des Weiteren bietet der Landkreis Nordhausen eine Vielzahl touristischer oder kultureller Angebote und Möglichkeiten. Dieses Potenzial ist weiter zu nutzen und auszubauen.

Der Schutz der Umwelt und die Bewahrung der natürlichen Lebensgrundlagen der Menschen sind im Sinne von Vielfalt und Verantwortung zentrale Aufgabenfelder liberaler Politik. Zu diesem Ziel bekennt sich die FDP Nordhausen.

Wir sind gegen weitere Gipsabbauflächen im Südharz - insbesondere die Rüdigsdorfer Schweiz ist in ihrem Kernbereich als wichtiges Naturschutz- und Gipskarstgebiet vor neuen Verritzungen zu schützen. Des Weiteren muss eine ausgewogene Balance gefunden werden zwischen der Sicherung regionaler Arbeitsplätze sowie der berechtigten Erwartung einer umweltverträglichen Bewirtschaftung im Bereich der Südharzer Karstlandschaft. Innovationen und Renaturierungen eröffnen hierbei weitgehende Möglichkeiten.

Aus Sicht der FDP sind für einen effizienten und vorausschauend praktizierten Umwelt- und Naturschutz die Menschen durch ihr Engagement vor allem Partner, deren Meinungen in der Diskussion um die Ausweisung weiterer Naturschutzlandschaften respektiert werden muss. Daher ist es wichtig, dass Landwirte auch als Partner im Bereich des Umwelt- und Naturschutzes verstanden werden. Die zukünftige Entwicklung des ländlichen Raumes wird maßgeblich geprägt durch die Landwirtschaft.

Unsere Kulturlandschaften und Ortsbilder dürfen nicht durch den maßlosen Ausbau von Imagetechnologien, wie Solar- und Windkraft, verschandelt werden. Für uns gilt der Grundsatz: Menschen- und Umweltschutz vor Ökohysterie. Solaranlagen gehören auf Dächer und nicht auf Ackerland! Und Windräder gehören nicht in Wälder! Außerdem muss bei der Nutzung von Flächen Revitalisierung vor Neuausweisung stehen. Deshalb sollte es auch gleichberechtigtes und diskriminierungsfreies Miteinander von ökologischer und konventioneller Landwirtschaft geben.

Eine intakte Umwelt ist Voraussetzung für hohe Lebensqualität und touristische Attraktivität in unserer Heimat. Viele Gemeinden der Region sind allein finanziell nicht leistungsstark genug, um auf ihr touristisches Potenzial hinzuweisen oder ein eigenes touristisches Marketing aufzubauen. Die touristische Vermarktung in der Region ist deshalb weiter zu vernetzen. Tourismusmarketing sollte gemeinsam und nicht gegeneinander erfolgen. Ziel muss es sein, mehr Touristen für unsere Region zu begeistern und sie möglichst lange in unserer Region zu halten.

Wir wollen:

  • Begrenzung des Ausbaus von Windrädern und Solarparks
  • bei der Flächennutzung Revitalisierung vor Neuausweisung
  • gleichberechtigtes und diskriminierungsfreies Miteinander von ökologischer und konventioneller Landwirtschaft
  • effektiven Hochwasserschutz: Schaffung weiterer Ausuferungsflächen an Gewässern
  • Tourismusmarketing miteinander statt gegeneinander, um Besucher länger in der Region zu halten.
  • Ausbau und Vernetzung von sicherenRadwegen, und Einbindung in Tourismuskonzepte, überregionale/internationale Vermarktung
  • bessere Vernetzung der Tourismusangebote – auch digital.

07.04.2014 888