Kommunalpolitik

"Die geplanten Vollsperrungen der zwei Hauptverkehrsadern im Städtedreieck Saalfeld-Rudolstadt-Bad Blankenburg in Richtung Uhlstädt und Pößneck, die für das kommende Jahr geplant sind, werden die schon jetzt unzureichenden Verkehrsanbindungen für die hiesige Wirtschaft weiter verschlechtern", prognostiziert der Vorsitzende des FDP-Kreisverbandes Saalfeld-Rudolstadt, Marian Koppe, MdL.

Nun räche es sich, dass es in den letzten Jahren versäumt wurde, diverse Ortsumgehungsmaßnahmen nicht mit dem notwendigen Nachdruck aus der Region voranzutreiben.

Im Fall der grundhaften Sanierung der B88, Ortsdurchfahrt Uhlstädt, wird seit Monaten vergeblich um eine Lösung gerungen, ohne nennenswerten Erfolg. "Bei jeder diskutierten Variante sollte allen Beteiligten klar sein, dass es oberstes Gebot sein muss, der lokalen Wirtschaft sowie den betroffenen Gemeinden trotz der notwendigen Baumaßnahmen nicht zu schaden, und den vielen Pendlern keine unzumutbaren Belastungen zu schaffen", appellierte Koppe.

Der in der OTZ vom 27.11.2009 angesprochene Kompromiss einer Baustraße bis zum "Goldenen Roß" ist für Koppe, der zugleich Abgeordneter der FDP im Thüringer Landtag ist, schon jetzt "eine 30.000 Euro teure Fehlinvestition".

"Ich fordere deshalb alle Beteiligten - Ministerium, Landratsamt, Straßenbauamt, ZWA und die Gemeinde Uhlstädt - auf, sich kurzfristig, unter Federführung der Landrätin, Marion Philipp, auf einen Kostenteilungsplan für die vom Fachdienst Tiefbau des Landratsamtes kalkulierte, vollwertige Umleitungsvariante zu einigen."

Um die Lösung des Problems der Finanzierung unbürokratisch voranzutreiben, würde die Firma SKU GmbH(Saale-Kies-Union) aus der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel die kostenlose Bereitstellung von Rohkies für diese Umleitungsvariante übernehmen.

"Auch dadurch können die Baukosten, wie anhand der Grobkalkulation eines Tiefbauunternehmens berechnet, unter 250.000 Euro gehalten werden. Diese Trasse würde für drei Jahre den "Insiderverkehr" relativ problemlos zweispurig aufnehmen und kann anschließend als ohnehin notwendige Baustrasse für das Bauwerk Gleisquerung für die einzig sinnvolle Ortsumgehungsvariante weitergenutzt werden", so Koppe abschließend.