Gesundheitspolitik

Koppe: "Gemeinsames Handeln für mehr Lebensqualität"

"Ich freue mich, dass der Landtag gemeinsam das sensible Problem Organspende angehen will", begrüßt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion Marian Koppe die einstimmige Überweisung des Antrages in den zuständigen Fachausschuss. "Noch immer werden in Deutschland zu wenige Organe gespendet", erklärt er den Hintergrund des Antrages zur Förderung der Organspende in Thüringen. "Jeden Tag sterben drei Menschen, weil sie das lebensrettende Organ nicht rechtzeitig erhalten", so Koppe weiter. Acht von zehn Thüringern hätten sich mit dem Thema noch nicht auseinandergesetzt. "Und nur sechs von hundert haben einen Organspendeausweis", weiß Koppe.



Hier sieht der liberale Gesundheitsexperte noch viel Handlungsbedarf. "Wir müssen die Bedenken der Menschen bei einem so sensiblen Thema sehr ernst nehmen", mahnt Koppe. "Vor allem müssen wir die Menschen besser über die Vorgänge der Organspende aufklären", sagte Koppe. Nur so könne man die Bürger von den Chancen überzeugen. "Jeder Bürger muss sich für sich selbst mit dem Thema auseinander setzen. Dazu braucht er natürlich umfassende Information", so Koppe weiter. Aus Gesprächen mit Betroffenen wisse er, dass die Spende für Spender und Empfänger gleichermaßen Bedeutung habe. "Durch den Fortschritt in der Medizin ist die Spende für den Spender wesentlich sicherer geworden". Er hoffe, dass die gemeinsame Arbeit aller Parteien im Ausschuss hierzu beitragen werde. "Nur wenn verschiedene Maßnahmen ineinander greifen, kann die Zahl der Organspender und -spenden erhöht werden. Ziel ist es, Lebensqualität und Lebensdauer der Schwerkranken zu verbessern, die dringend auf ein lebensrettendes Organ warten", so Koppe abschließend.