Gesundheitspolitik

Koppe: "Zähne unbürokratisch retten"

"Viele Dinge lassen sich schnell und unbürokratisch umsetzen, wenn man den Willen dazu mitbringt", resümierte Marian Koppe, der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Fraktion gestern anlässlich der Übergabe von Zahnrettungsboxen für 26 Schulen am gestrigen Abend in Erfurt. Gern waren er und sein Kollege Thomas L. Kemmerich, der auch Vorsitzender der FDP-Fraktion im Erfurter Stadtrat ist, der Einladung zur Sitzung der Kreiselternsprecher gefolgt.

Im Gepäck hatten die beiden FDP-Parlamentarier Zahnrettungsboxen, in denen ausgeschlagene Zähne 48 Stunden lang am Leben erhalten werden können. "Gerade in Schulen passiert es auf dem Schulhof oder im Sportunterricht schnell, das ein Zahn ausgeschlagen wird", erklärt Koppe, "was für die Kinder sehr unangenehm ist". Denn besonders die oberen Schneidezähne seien oft davon betroffen. Natürlich könne man mit Prothesen die unschönen Zahnlücken schließen, aber die Kosten lägen hier bei rund 10.000 Euro pro Fall. "Eine Zahnbox kostet dagegen mit der Nährlösung maximal 20 Euro", erläutert Koppe. Drei Jahre sei eine Box haltbar, so der liberale Gesundheitsexperte weiter. Die Kosten seien also überschaubar. Trotzdem habe es im Vorfeld eine Menge bürokratischen Aufwand gegeben.

"Die FDP hatte im Landtag den Antrag zur Anschaffung eingebracht, der auch von allen anderen Fraktionen befürwortet wurde", erklärt sein Kollege Thomas L. Kemmerich, "aber dann wurde er in den zuständigen Ausschuss überwiesen und die Diskussionen um die Finanzierung gingen los". Das dauerte den beiden Parlamentariern, die selbst Väter sind, zu lange. Schnell waren Unterstützer gefunden, die die 500 Zahnboxen mit organisierten. "Jetzt können wir diese auf Anfrage einfach vorbeibringen", freut sich Kemmerich. "Die Zahnbox ist ein kleines Ding mit großer Wirkung. Aber natürlich hoffen wir, dass sie nicht zu oft zum Einsatz kommen muss", so Koppe abschließend.