Koppe: "Kulturelle Vielfalt sichert überregionale Aufmerksamkeit"

"Kulturangebote müssen für alle Thüringer zugänglich sein. Wer glaubt, es sei sinnvoll sogenannte Leuchttürme in der Kulturlandschaft durch eine einseitige Zuwendungspolitik zu schaffen, verhöhnt die hervorragende Arbeit der Theater und Orchester im ländlichen Raum Thüringens," sagte der FDP-Abgeordnete im Thüringer Landtag, Marian Koppe, nach der heutigen Debatte zur Aktuellen Stunde.

"Thüringen ist nicht New York. Thüringen ist auch nicht Berlin. Hier im Freistaat haben wir nur deswegen ein so reichhaltiges kulturelles Angebot, weil es in kleinteiligen Strukturen gewachsen und regional verwurzelt ist. Anders funktioniert es nicht. Wir müssen alle Anstrengungen darauf verwenden, diese einmalige Kulturlandschaft zu erhalten," so Koppe weiter.
Ein kultureller Zentralismus, wie ihn die Landesregierung plane, führe nicht etwa zu attraktiveren Angeboten. Vielmehr würde ein Verzicht auf die Förderung der Randlagen des Freistaates einen unwiederbringlichen Verlust der Vielfalt kultureller Angebote im Land verursachen. Mit seinen Vorstellungen einer regionalen Gewichtung der Theater- und Orchesterförderung spiele der Minister die Häuser außerdem gegeneinander aus und lasse jegliche Sensibilität für die kulturprägenden Besonderheiten vor Ort vermissen. "Dieses Alleinstellungsmerkmal darf das Land nicht aufgeben, da dem Freistaat durch diese Strukturen eine besondere überregionale Aufmerksamkeit zuteil wird. Die Schaffung exklusiver Kulturleuchttürme ist da keine Lösung. Die Angebote müssen flächendeckend und von hoher Qualität aufrecht erhalten werden," so Koppe abschließend.