Koppe: "Zunehmende Lebenserwartung ist Chance und Herausforderung"



"Die zunehmende Lebenserwartung der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland und in Thüringen ist Geschenk und Herausforderung zugleich", ist der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Marian Koppe überzeugt. Deshalb veranstaltet die FDP-Landtagsfraktion am Montag (27. Juni) ab 18 Uhr eine Podiumsdiskussion im Erfurt Augustinerkloster (Augustinerstraße 10). Unter der Moderation von MDR-Redakteurin Cornelia Hartmann diskutieren Dr. Knut Kolitsch vom Palliativnetzwerk Südthüringen, Dr. Christine Müller, ehemalige Chefärztin der Klinik Bad Berka, Guido Dressel, Leiter der Landesvertretung der Techniker Krankenkasse und Marian Koppe über "Chancen und Herausforderungen der Palliativmedizin für den Gesundheitsstandort Thüringen". Zuvor besucht die FDP-Fraktion mit ihrem Fraktionsvorsitzenden Uwe Barth das stationäre Hospiz St. Martin in Erfurt.



Man müsse sich darauf einstellen, dass in einer alternden Gesellschaft die Zahl schwerer Erkrankungen - wie Krebs- oder Demenzerkrankungen, schwerer Herzinsuffizienz und Schlaganfallfolgen - weiter zunehmen werde, stellt Koppe im Vorfeld des Thementages fest. Damit werde auch die Palliativmedizin weiter an Bedeutung gewinnen. "Die Palliativmedizin widmet sich dabei der Begleitung und Behandlung von Patienten mit nicht heilbaren und weit fortgeschrittenen Erkrankungen mit begrenzter Lebenserwartung. Die Kontrolle von Schmerzen und anderen Symptomen sowie die Betreuung bei psychischen und sozialen Problemen stehen im Vordergrund", erklärt der FDP-Gesundheitsexperte. Nicht die Verlängerung des Lebens um jeden Preis, sondern die Lebensqualität stünden im Fall des Falles im Zentrum einer palliativmedizinischen Behandlung. "Wir möchten mit hochrangigen Akteuren des Gesundheitssystems über Chancen und Grenzen sowie Nutzen und Kosten der zukünftigen palliativmedizinischen Versorgung in Thüringen diskutieren, um auf das in der Öffentlichkeit bisher zu wenig beachtete Thema aufmerksam zu machen", so Koppe abschließend.



Die Vertreter der Medien sind zur Berichterstattung von der Podiumsdiskussion herzlich eingeladen.