Sozialpolitik

Koppe: "Fehler in der Familienpolitik korrigieren"

"Wir werden auch dieses Jahr wieder darauf drängen, einen der großen Fehler in der Thüringer Familienpolitik zu korrigieren", verspricht der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Marian Koppe. "Das Landeserziehungsgeld basiert auf einem antiquierten Familienbild und setzt die falschen Anreize", so Koppe. Eine Herdprämie, sei im einundzwanzigsten Jahrhundert fehl am Platz. Außerdem sei es offensichtlich, dass in vielen Fällen jene Eltern das Landeserziehungsgeld in Anspruch nähmen, für deren Kinder eine Betreuung durch pädagogisch geschultes Personal besonders empfehlenswert wäre, kritisiert Koppe. Das Landeserziehungsgeld sei kein pädagogischer Ansatz für Eltern, sondern ein fiskalischer Anreiz. Warum man diesen Fehlanreiz in Zeiten knapper Kassen mit Steuergeldern finanzieren müsse, erschließe sich ihm nicht. "Es gibt keine plausible Erklärung, weshalb Eltern, die auf die staatlich finanzierten Betreuungsangebote verzichten, dafür durch das Land in Form des Erziehungsgeldes entschädigt werden sollten. Die Zeiten für ideologisch motivierte Politikansätze sollten angesichts knapper Kassen vorbei sein. Wir werden deswegen auch dieses Jahr in den Haushaltsberatungen die Abschaffung des CDU-Prestigeprojektes beantragen". Die knapp 29 Millionen, die das Landeserziehungsgeld im kommenden Jahr koste seien bei den Kitas, Horten und Schulen wesentlich besser aufgehoben", so Koppe abschließend.