Koppe: "Menschen zur Beteiligung motivieren"

"Bei dem so wichtigen Thema Organspende müssen wir die Menschen motivieren sich zu beteiligen", fordert der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Marian Koppe vor dem Hintergrund der heutigen Bundestagsdebatte. Eine Zwangsverpflichtung dürfe es dabei aber keinesfalls geben, betont Koppe erneut. Dies sei ein sensibles Thema, dass Spender und Empfänger und deren Familien betreffe. Deswegen dürfe man niemals über die Köpfe der Menschen hinweg entscheiden. Keine staatliche Stelle habe das Recht, den Menschen den Umgang mit ihrem Körper vorzuschreiben.



"Organe spenden heißt Leben schenken. Das müssen wir den Menschen deutlich machen", sagt Koppe. Hier seien alle Beteiligten gefordert, eine sachliche Aufklärungsarbeit zu leisten. Die Organspende sei ein sicheres Verfahren, weiß Koppe. "Die Menschen haben aber ein Recht darauf, dass ihre Bedenken ernst genommen werden - sowohl die der Spender als auch die der Empfänger". Der Bedarf sei riesig: Immer noch sterben Jahr für Jahr Menschen, weil kein passendes Spenderorgan zur Verfügung stehe. Achtzig Prozent der Thüringer hätten sich aber mit dem Thema noch nie beschäftigt, so Koppe weiter.



Deswegen hatte seine Fraktion bereits letztes Jahr einen Antrag auf bessere Aufklärung eingebracht. Der Antrag sei zwar mit breiter Zustimmung aller Fraktionen angenommen worden, dennoch bestehe weiterhin erheblicher Handlungsbedarf. Er begrüße deswegen den Vorstoß des FDP-geführten Bundesgesundheitsministeriums: "Das Verfahren, die Versicherten anzuschreiben und zu informieren ist daher genau richtig. So hat jeder die Möglichkeit sich mit einer Organspende auseinanderzusetzen, und niemand wird zu einer Entscheidung gezwungen", so Koppe. Er selbst habe sich schon vor Jahren für eine Organspende entschieden. "Ich wünsche mir, dass das auch noch viele andere Thüringerinnen und Thüringer tun werden", so Koppe abschließend.



Den FDP-Antrag zur Organspende finden Sie hier: http://www.thl-fdp.de/programm/158-organspende_in_thueringen_foerdern.html