Sozialpolitik

Koppe: "Schritt in richtige Richtung"

"Endlich ein Schritt in die richtige Richtung", kommentiert der sozialpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Marian Koppe, die Forderung der SPD-Landtagsfraktion nach Abschaffung des Landeserziehungsgeldes. Offensichtlich erinnere sich die SPD jetzt wieder, was sie in langen Jahren der Opposition gefordert habe. "Man hatte schon den Eindruck, in der Regierung hätte sie das vergessen".

Die heute vorgestellte Studie bestätige, was er schon mehrfach gesagt habe, betont der FDP-Sozialexperte: "Jede Form von Erziehungsgeld setzt einen gefährlichen Fehlanreiz". Oft würden gerade geringqualifizierte junge Mütter deswegen ihre Erwerbsarbeit unterbrechen. Der Wiedereinstieg in den Beruf gelänge dann schwer oder gar nicht mehr. Auch lege die Studie nahe, dass auch die Erwerbsarbeit der Väter zurückgehe und ältere Geschwister daheim blieben, statt in die Kita zu gehen. "Damit wird eine Abwärtsspirale in Gang gesetzt, die nicht selten in Langzeitarbeitslosigkeit endet", fasst Koppe zusammen. Dabei seien berufstätige Eltern für Kinder die wichtigsten Vorbilder.


"Die SPD hat sich auf eine vernünftige Position besonnen, die Union ist sich selbst nicht mehr schlüssig, und wir fordern die Abschaffung schon seit Jahren", so Koppe. Das seien die besten Voraussetzungen, dem Gezerre ein Ende zu machen. Der Vorstellungen des CDU-Fraktionsvorsitzenden Mike Mohring zum Betreuungsgeld seien angesichts der Haushaltslage völlig illusorisch. "Wir haben bessere Möglichkeiten, eine vernünftige, gerechte Familienpolitik in und für Thüringen zu machen". Dazu zähle vor allem, das eingesparte Landeserziehungsgeld direkt in die Kitas zu investieren, so Koppe abschließend.