Landratswahl 2006

Als "Kandidat der bürgerlichen Mitte" für die Landratswahl am 7. Mai präsentierten CDU, FDP und Bürgerinitiativen gegen überhöhte Kommunalabgaben (BI) gestern in der Saalfelder CDU-Geschäftsstelle Klaus-Dieter Marten.
Der 49-jährige ehrenamtliche Bürgermeister von Altenbeuthen soll bei der Direktwahl gegen Andreas Grünschneder (Linkspartei/PDS) und Landrätin Marion Philipp (SPD) antreten. Die Kreisvorstände von CDU und FDP votierten am Montagabend einstimmig für Marten.
"Wir haben aus mehreren Bewerbern einen Kandidaten ausgesucht, der in der Lage ist, dass Amt deutlich besser auszufüllen, als dies momentan der Fall ist", so der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Jochen Tscharnke bei Martens Vorstellung. In das gleiche Horn stößt der FDP-Kreisvorsitzende Volker Weber: "Herr Marten zeichnet sich durch sehr guten Sachverstand aus. Er ist ein Profi auf dem Gebiet der öffentlichen Verwaltung. Man merkt ihm an, dass er sehr strukturiert und klar zu Werke geht. Das hebt ihn wohltuend von der jetzigen Amtsinhaberin ab". Das endgültige Votum soll die Kreis-FDP Ende Februar abgeben. Noch in dieser Woche soll ein "Kompetenzteam" aus den drei Gruppierungen zusammengestellt werden.
Der aus Rudolstadt-Cumbach stammende Marten nannte Infrastruktur, Bildung, Wirtschaft und Tourismus als thematische Schwerpunkte im Wahlkampf. Der verheiratete Vater von drei Kindern fuhr nach seiner Lehre als Schiffskoch bei der Deutfracht fünf Jahre lang zur See, ehe er nach Thüringen zurückkehrte. Seit 18 Jahren ist er Bürgermeister von Altenbeuthen, seit über zehn Jahren Vorsitzender des ZWA Saalfeld-Rudolstadt.


15.02.2006 OTZ - Ostthüringer Zeitung