Schließungen trotz hoher Investitionen
Saalfeld (OTZ). Der fortzuschreibende Schulentwicklungsplan für den Landkreis wird heute im Kreisausschuss erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, um dann im Kreistag in zwei Wochen verabschiedet zu werden. Verschiedene Varianten zur Zukunft der Schullandschaft werden unterbreitet, immer aber stehen Schulschließungen an.
"Es muss jedoch hinterfragt werden, ob man Bildungseinrichtungen schließen muss, obwohl Studien von Fachleuten belegen, dass diese wirtschaftlich betrieben werden könnten", teilt der FDP-Kreisvorsitzende Marian Koppe mit.
Die FDP im Kreis fordert ein Umdenken in der Verteilung der finanziellen Mittel im Kreishaushalt auch in Bezug auf die Erhaltung der bestehenden Schuleinrichtungen.
"Sicherlich müssen die Weichen für ein Umdenken in der Bildungspolitik zuerst in Berlin und in Erfurt gestellt werden, aber auch auf Kreisebene sollte immer das Wohl unserer Kinder und ein flächendeckendes Bildungsangebot oberste Priorität haben", mahnt Koppe.
Wenn zum Beispiel in eine Einrichtung wie die Regelschule in Sitzendorf in den letzten fünf Jahren mehr als 400.000 € investiert wurden und diese Schule jetzt geschlossen werden soll, dann ist das nur sehr schwer zu verstehen.
Bereits im Juni hatten sich die Liberalen für den Erhalt beider Saalfelder Gymnasien eingesetzt. Beide Schulen sollen nach aktuellem Plan nun erhalten bleiben.

28.10.2007 OTZ - Ostthüringer Zeitung