FDP entschieden für eine Kreisgebietsreform
Saalfeld (OTZ/TS). Mit großer Verwunderung haben die Freien Demokraten die Wandlung der Landrätin Marion Philipp (SPD) zum Thema Kreisgebietsreform aufgenommen (OTZ berichtete).
Um den Landkreis wettbewerbsfähig zu machen, sei ein Umdenken dringend notwendig, moniert der FDP-Kreisvorsitzende Marian Koppe. Sicherlich könne man über unterschiedliche Herangehensweisen diskutieren, aber dass es zu umfassenden Veränderungen kommen muss, stehe wohl außer Frage. "Man kann nicht für ein richtiges, aber viel zu spätes enges Zusammenwachsen mit wirtschaftlich und wissenschaftlich starken Regionen werben, wie zum Neujahrsempfang der Kreis-SPD geschehen, und dann inkonsequent den Weg nicht weiter gehen", betont der Königseer.
Eine ganz wichtige Vorraussetzung für eine umfassende Kommunalreform sei eine effektive Verwaltungsstraffung in den neu zu schaffenden Strukturen, die sich auf den Haushalt auswirken müsse. Dabei dürfe die Selbstverwaltung der Kommunen aber nicht in Frage gestellt werden. Auch müssten für Bürger zumutbare Entfernungen geschaffen werden, um ihre Angelegenheiten auf Ämtern und Behörden zu erledigen. Dies seien Herausforderungen, denen man sich stellen müsse.

Die Thüringer FDP habe bereits 2005 ein Konzept beschlossen, wonach die neu zu schaffenden Landkreise an eine Mindesteinwohnerzahl und eine Höchstfläche gebunden sein sollten. "Die Liberalen werden es nicht zulassen, dass unser Landkreis am Ende ein gallisches Dorf nach dem Vorbild von Asterix wird", so Koppe.

19.02.2008

20.02.2008 OTZ - Ostthüringer Zeitung