Kommunalpolitik

Zustimmung zu Bauvorhaben in Saalfeld - Aber im Außenbereich ist bauen untersagt
Von OTZ-Redakteurin Ute Häfner Saalfeld. In Saalfeld werden demnächst einige neue Wohnhäuser entstehen, denn Bauvorhaben hat der Bauausschuss des Stadtrates jüngst das gemeindliche Einvernehmen erteilt. So sind neue Wohnhäuser im Promenadenweg, im Rasenweg in Gorndorf und gleich zwei in der Alten Gehegstraße geplant. Letztere nicht in dem neu ausgewiesenen Wohngebiet, sondern in einer Baulücke entlang der aktuell im Bau befindlichen Straße. Das Haus im Promenadenweg entsteht gleich hinter der Meininger Hof Kreuzung inmitten eines Grundstückes mit altem Baumbestand. Im Zusammenhang mit dem geplanten Wohnhausbau im Rasenweg wird die Stadt einen rund zwei Meter breiten Streifen an privaten Flächen ankaufen, um den Rasenweg verbreitern zu können, so dass eine ungehinderte Zufahrt möglich wird.

Die beantragte Erweiterung eines Gebäudes Vor der Heide durch den Anbau einer Garage haben die Stadträte dagegen nach heftiger Diskussion um Für und Wider mehrheitlich abgelehnt. Das Gebäude entspricht in seiner Dimensionierung derzeit einem Wochenendhaus mit Garage. Jetzt noch eine Garage von 47 Quadratmetern anzubauen entspräche am Ende einem Wohngebäude. Das Wochenendhaus zum Wohnhaus umzubauen verbietet sich aber in einer Splittersiedlung, wie sie es Vor der Heide ist, sagt das Baugesetzbuch.
Stadtrat Dieter Büchner (FDP) hätte die Zustimmung erteilt, "irgendwann muss dort was geschehen." Auch Bärbel Weihrauch (Die Linke) meinte, dass die Splittersiedlung sich durch das Vorhandensein von Wohnbebauung verfestigt habe. Es steht aber die Frage, ob mit Blick auf die Stadtentwicklung dort ein Wohngebiet ausgewiesen werden sollte. Die Erschließung ist hinsichtlich Straßenbau und Abwasserentsorgung nicht gesichert. Würde man im beantragten Fall eine Zustimmung erteilen, hätten andere Bauwillige nach dem Grundsatz der Gleichbehandlung dort das gleiche Recht.

Vor der Heide bereits vorhandene Wohngebäude dagegen können um- und ausgebaut werden, denn sie unterliegen auch in einer Splittersiedlung dem Bestandsschutz.

08.10.2009 OTZ - Ostthüringer Zeitung