Saalfelds Stadträte lassen Vorsicht walten
Saalfeld (OTZ/U. H.). Eine schraffiert dargestellte und damit als verkehrsberuhigter Geschäftsbereich ausgewiesene Fläche im Quartier Markt/Köditzgasse/Johannisgasse/Obere Straße ließ die Saalfelder Stadträte jüngst vorsichtig werden, so dass sie der Beschlussvorlage eines Rahmenplanes für genanntes Quartier nicht zustimmten, sondern sie zurück in die Ausschüsse verwiesen.

Für die FDP-Fraktion meldete sich Fraktionschef Joachim Heinecke als Erster zu Wort. Um einen Anbau an das vorhandene Gebäude City-Center in Richtung Johannisgasse realisieren zu können, brauche es keinen Rahmenplan zur Quartierentwicklung, argumentierte er. Ralf Thomas von den Freien Wählern wurde konkreter, weshalb die Stadträte mit der Beschlussvorlage nicht einverstanden waren. Denn in der aktuellen Vorlage der Verwaltung sah er einen Widerspruch zu dem vor einem Jahr beschlossenen innerstädtischen Verkehrkonzept. Das sieht eben keinen verkehrsberuhigten Bereich vor, auch wenn die Verwaltung das damals gern hätte beschlossen gesehen. Die Stadträte befürchteten nun, dass mit der Beschlussvorlage zur Quartiersgestaltung die Verwaltung doch noch ihr Ziel erreichen wollte.
Bürgermeister Graul beschwichtigte, dass zur Darstellung des dick markierten Quartierbereichs nur eine falsche Planungsunterlage gewählt wurde, den Lapsus werde man heilen.

Die Frage von Bärbel Weihrauch (Die Linke), ob man mit einem Beschluss zur Quartiersentwicklung nicht Zeit bei der geplanten Ansiedlung von Rewe im City-Center verliere, blieb im Raum stehen.

04.11.2009 OTZ - Ostthüringer Zeitung