Willi Rimpl im Stadtrat Lehesten geehrt
Lehesten (OTZ/U.R.).

Den Ehrenamtspreis der Stadt Lehesten hat der frühere Bürgermeister der Berg- und Schieferstadt, Willi Rimpl, erhalten. Eine Blume und ein Sachgeschenk als Dankeschön wurden zur Stadtratssitzung überreicht.
"Der Preis wird vom Landkreis Saalfeld-Rudolstadt für Bürger mit entsprechenden Verdiensten ausgelobt", sagte Bürgermeister Helmut Färber (SPD). "Er hat unermüdlich das geistig-kulturelle Leben in Lehesten bereichert", wird das Engagement gewürdigt. "Danke für die kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit."

Willi Rimpl ist seit vielen Jahren Mitglied im Altvaterturmverein, gehört dem Elferrat des Karnevalclub Lehesten an, engagiert sich im Kuratorium der Stiftung Thüringer Schieferbergbau und unterstützt die Männer vom Loipen-Team bei der Präparierung der Skiwanderwege. Darüber hinaus ist er berufener Bürger im Bauausschuss der Stadt.

"Ich bedanke mich herzlich für die Ehrung", sagte Willi Rimpl. Zugleich nutzte er die Gelegenheit, um über die Abschlussveranstaltung zum Projekt "Erlebnis Grünes Band" in Mödlareuth zu informieren. Referent Prof. Bauch vom Alpeninstitut München führte dort aus, dass nicht damit zu rechnen sei, dass auch in Zukunft in der Mittelgebirgsregion in Größenordnungen Arbeitsplätze geschaffen werden. Mit der Lage am früheren Grenzstreifen gäbe es allerdings ein Alleinstellungsmerkmal. Die Natur solle als Erlebnisbereich aufgefasst werden.

Naturschutz und Tourismus müssten als Einheit gesehen werden, berichtete Willi Rimpl von der Veranstaltung in Mödlareuth. "Touristische Ziele brauchen einen langen Atem", äußerte er. Darüber hinaus solle nicht nur die regionale Zusammenarbeit in Thüringen gepflegt, sondern auch "enge Beziehungen nach Oberfranken geknüpft werden".

"Mit dem Abschluss des Projektes wird es keine Mittel mehr geben", informierte Willi Rimpl. "Das ist ein großer Mangel." Fraglich sei, wer die begonnenen Projekte fortsetzen will und "was als erhaltenswert angesehen wird".

"Es gibt immer wieder neue ehrenamtliche Arbeit", sagte Willi Rimpl. "Wir müssen mit großer Konsequenz und langem Atem unsere Kommune begleiten."



04.03.2010 OTZ - Ostthüringer Zeitung