Die Landesregierung soll den drohenden Ärztemangel in den Thüringer Krankenhäusern wirkungsvoll bekämpfen. Das fordern die Landtagsfraktionen von FDP und Linken. Danach sind bereits jetzt 250 Stellen nicht besetzt.

Aus der personellen Fehlquote leitet sich direkt eine Überlastung der Ärzte im Dienst und damit auch prinzipiell eine Gefährdung der Patienten ab, sagte der sozialpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Marian Koppe. Aber nicht nur die Krankenhäuser hätten massive Probleme. Ähnlich schlecht sei die Situation bei den niedergelassenen Ärzten.

Einen Alarmruf nennt Linke-Gesundheitspolitiker Thomas Hartung die Warnungen leitender Krankenhausärzte über den drohenden Notstand. Angehenden Medizinern müsse eine echte berufliche Perspektive im Freistaat aufgezeigt werden, ist Hartung, der selbst Chirurg ist, überzeugt. 40 Prozent der Arbeitszeit eines Klinikarztes müssten für Bürokratie aufgewendet werden. Der damit verbundene kommerzielle Druck, der auf den Ärzten laste, sei zu hoch, so Hartung.

26.03.2010 TLZ - Thüringische Landeszeitung