"Minister Geibert kann hier viel Zeit und Arbeit sparen", kommentiert der sozialpolitische Sprecher Marian Koppe die jüngsten Verlautbarungen des Innenministers. "Es ist völlig ausreichend, wenn das Ministerium den vorliegenden FDP-Antrag zügig umsetzt". Auch der Minister habe mittlerweile erkannt, dass der Fachkräftemangel wirksam bekämpft werden könne, wenn man es qualifizierten Zuwanderern schneller ermögliche, Arbeit aufzunehmen. "Das scheitert in der Regel nicht an der Qualifikation, sondern an deren Anerkennung", so Koppe. Deswegen sei es dringend geboten, die Anerkennung von Abschlüssen zu beschleunigen. "Arbeit ist das zentrale Element der Integration", ist der Liberale überzeugt, "Sie schafft Akzeptanz in der Bevölkerung und erlaubt ein selbstbestimmtes Leben". Die FDP habe sich des Themas schon seit langem angenommen, denn "Thüringen kann auf den wertvollen Beitrag der Migranten nicht verzichten". Vor diesem Hintergrund habe man bereits im Oktober den Antrag "Chance bieten - Potentiale nutzen" eingebracht. Der Landtag sei dem Minister hier ebenfalls einen Schritt voraus. Bereits im Januarplenum sei der FDP-Antrag einstimmig in die zuständigen Ausschüsse überwiesen worden. "Wir haben damit einen Fahrplan erstellt, was Thüringen tun muss, um die Integration von Migranten zu verbessern", erläutert Koppe. "Nachdem Minister Geibert unseren Antrag ja zitiert hat, scheinen wir hier auf einer Linie zu liegen", ist der Sozialpolitiker erfreut. Dies mache das weitere Verfahren sehr viel einfacher. "Bei der Ausgestaltung der Gesetze braucht man sich im Ministerium nur an unserem Fahrplan orientieren". Deswegen fordert Koppe die Landesregierung auf, dem Antrag der FDP zuzustimmen.

14.02.2011 www.dtoday.de