Gesundheitspolitik

Erfurt (FDP-Fraktion Thüringen) - Nur sechs von hundert Thüringern besitzen einen Organspendeausweis. "In der ganzen Bundesrepublik gibt es zu wenige Organspenden", sagt der gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion Marian Koppe. "Deutschland ist faktisch ein Importeur von Organen, weil es mehr Organtransplantationen als Spenden gibt." Als Hauptursache für die mangelnde Bereitschaft sieht er unzureichende Information über die Organspende an. 79 Prozent der Thüringer haben sich mit dem Thema Organspende bislang wenig bis gar nicht auseinandergesetzt. Hier setzt deshalb ein Antrag der FDP-Fraktion an, der im Sozialausschuss bereits fraktionsübergreifend angenommen worden ist und nun noch einmal im Plenum zur Beschlussfassung ansteht. "Ziel des FDP-Antrages ist es, die Bevölkerung zielgerichtet aufzuklären, um die Spendenbereitschaft in Thüringen zu erhöhen", so der FDP-Gesundheitsexperte. Erforderlich seien Aufklärungsmaßnahmen und Informationskampagnen sowie Modellvorhaben, um das Transplantationswesen in den Kliniken zu unterstützen. "Nur wenn verschiedene Maßnahmen ineinander greifen, kann die Zahl der Organspender und -spenden erhöht werden", so Koppe. "Ziel muss es sein, Lebensqualität und Lebensdauer der Schwerkranken zu verbessern, die dringend auf ein lebensrettendes Organ warten."

21.03.2011 www.dtoday.de