Fraktionschef Uwe Barth will auf Landesebene aktiv werden

Im Konflikt um die Zukunft des Landrates von Saalfeld-Rudolstadt bekommt Amtsinhaber Hartmut Holzhey ­Rückendeckung von der FDP-Landtagsfraktion. Deren Fraktionsvorsitzender Uwe Barth kündigte an, auf Landesebene parlamentarisch aktiv zu werden, wenn sich keine andere Lösung abzeichne.

Saalfeld. "Es muss möglich sein, dass ein Mann, der aus der Wirtschaft kommt und das Amt eines Landrats übernimmt, dennoch sein Unternehmen weiterführen kann", sagte Barth. Auch in Landes- und Bundesparlamenten gebe es Unternehmer, die ihren Betrieb neben der Abgeordnetentätigkeit weiterführten.

Dies sei auch wünschenswert, weil Parlamente einen Querschnitt durch die Bevölkerungsschichten repräsentieren sollten. Auch bei anderen Wahlämtern dürfe man nicht bestimmte Berufsgruppen von vornherein ausschließen. Schließlich sei vor der Wahl von Hartmut Holzhey auch seine Wählbarkeit positiv beschieden worden. Da könne man dann dem Wähler und dem Gewählten nicht im Nachgang erklären, dass er das Amt nicht ausüben dürfe, meint FDP-Landeschef Barth, der mit seiner Partei die Kandidatur von Holzhey unterstützt hatte.

"Bei dem Bestreben, unserer Region mehr Gewicht auf Landesebene zu verschaffen, hat Hartmut Holzhey meine volle Unterstützung", sagt der Landtagsabgeordnete Marian Koppe aus Königsee. Bislang habe er sich selbst oft als Einzelkämpfer gefühlt. "Ich wünsche mir, auch in Zukunft mit ihm zusammen unfreundlicher gegenüber der Landesregierung zu werden."

Die Benachteiligung der Region von Seiten des Landes müsse ein Ende finden. "Ich kann Hartmut Holzhey nur ermuntern, um das Amt zu kämpfen und den Widerspruchsbescheid das Landesverwaltungsamtes nicht hinzunehmen", so Koppe abschließend. OTZ
Druckversion anzeigen

09.04.2013 OTZ - Ostthüringer Zeitung