Wirtschaftspolitik

Die thermische Verwertungsanlage in Schwarza soll 2007 stehen. Davon geht der seit fünf Monaten im Amt befindliche Geschäftsleiter des Zweckverbandes Abfallwirtschaft Saale-Orla (ZASO), Dr. Paul Cichonski, aus. Im Rahmen eines politischen Frühschoppens der Freien Demokraten am 25.01.2004 im "Pappenheimer" in Saalfeld, erklärte er in Anwesenheit des stellvertretenden FDP-Kreisvorsitzenden Eckhard Linke und dem stellvertretenden FDP-Landesvorsitzenden Volker Weber aus Unterwellenborn, dass der Bau und die Inbetriebnahme des beabsichtigten Projektes eine Preisgestaltung mit moderater Steigerung der Abfallgebühren möglich mache. Ohne die Anlage werde die allgemeine Kostensteigerung höher ausfallen, so Cichonski. Die thermische Verwertungsanlage in Schwarza bildete das Hauptthema des Frühschoppens, zu dem ein Teilnehmerkreis von 10 Personen zusammengekommen war. Cichonski verwies auf verfahrenstechnische Probleme in der Vergangenheit. Ende 2003 seien Fragen zu Haftung und Risiken abgeklärt worden. Der ZASO habe mit vier Firmen in Kontakt gestanden, von denen eine bereits zurückgezogen habe. "Ich hoffe, dass die anderen ihre Angebote abgeben werden", sagte Cichonski. Er rechne trotz der komplizierten Phase damit bis Mai. 90 Prozent Fördermittel für die Verwertungsanlage bewertete der Geschäftsführer für das Fünf-Millionen-Projekt als einmalige Geschichte im Abfallbereich. 80 Prozent der erwarteten jährlichen Abfallmenge von 60 000 Tonnen werde von der Papierfabrik erwartet. Mit dem Unternehmen aus Fulda gebe es Verträge. Cichonski trat Sorgen entgegen, nach denen eine neue Giftschleuder entstehen könnte. "Die Entwicklung ist soweit fortgeschritten, dass aus den Schornsteinen saubere Luft kommen werde. Von den Investitionskosten von fünf Millionen Euro nehme die Reinigungsanlage ein Drittel in Anspruch. Angeregt diskutierte die Runde im Verlauf des Vormittags auch andere Themen im Kreis.

OTZ vom 26.01.2004

26.01.2004 Andreas Johne