Bildungspolitik

Weber übt scharfe Kritik an Gewerkschaften Saalfeld (OTZ/TS). Zornesrot folgte der FDP-Kreisvorsitzende Volker Weber am Sonnabend im Schlosspark den Ausführungen von DGB-Landeschef Frank Spieth zum Thema Ausbildungsplatzabgabe.

"Statt immer neue Belastungen für die Unternehmen zu fordern, sollten die Gewerkschaften ihre Hausaufgaben machen und ihrer Ausbildungsverpflichtung nachkommen", erklärte Weber. Der Hintergrund: Während die Gewerkschaften vehement die Einführung einer Ausbildungsplatzabgabe fordern, bieten sie selbst als Arbeitgeber kaum Ausbildungsplätze an. "Es ist eine unerträgliche Heuchelei, dass die Gewerkschaften am 1. Mai angeblich für mehr Ausbildungs- und Arbeitsplätze auf die Straße gehen, ihren eigenen Verpflichtungen aber nicht nachkommen", so Weber. Den Vogel schieße dabei die Gewerkschaft Verdi ab: Mit einer Ausbildungsquote von nur 0,29 Prozent müsste Verdi eine Strafgebühr in Höhe von über einer Million Euro zahlen.

Dramatische Folgen habe die Ausbildungsplatzabgabe auch für die Kommunen, so der FDP-Kreisvorsitzende, die ebenfalls eine Ausbildungsquote von sieben Prozent nachweisen oder Strafgelder zahlen müssten.

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05.05.2004 Thomas Spanier