(OTZ/U. H.). Ganz geheimnisvoll geht die Stadtverwaltung Saalfeld mit den Daten zu einer möglichen Tiefgarage unterm Marktplatz um. Das Tiefbauamt habe seine Hausaufgaben gemacht und sehr aussagefähige Zahlen vorgelegt, lobt FDP-Fraktionsvorsitzender Joachim Heinecke.


Seine Fraktion hatte im Herbst 2005 die Beschlussvorlage eingebracht, den Bau einer Tiefgarage zu prüfen. Bis Januar sollten Zahlen vorgelegt werden.

Die Verwaltung bat um vier Wochen Aufschub, die ihr gewährt wurden. Doch die Zahlen sind noch immer nicht öffentlich. Zur jüngsten Stadtratssitzung teilte Bürgermeister Richard Beetz (CDU) mit, dass die Verwaltung im März darüber intern beraten wolle, im April oder Mai soll das Thema im Bauausschuss behandelt werden. Und der tagt gewöhnlich nicht öffentlich.

Heinecke ist mit der von Bürgermeister Beetz angedachten Vorgehensweise auch nicht zufrieden. Für ihn ist ziemlich klar, dass das Thema Tiefgarage ausgesessen werden soll nach dem Motto, der eine (Beetz) will es nicht mehr entscheiden, der andere (Graul) darf noch nicht entscheiden. Bekannt ist, dass beide keine Sympathisanten des Vorhabens sind.

FDP-Stadtrat Dieter Büchner, Mitglied des Bauausschusses, hält die vorgelegten Zahlen zu den Baukosten "für relativ verträglich für Saalfeld, wenn man denn eine Tiefgarage will. Und in der Bauphase müsste man den Markt noch nicht einmal sperren", lässt er ein klein wenig durchblicken.

Der zweiköpfigen FDP-Fraktion im Stadtrat sei an einer ruhigen, sachlichen Diskussion zum Vorschlag gelegen. "Aber wir wollen nicht, dass mit der Instandsetzung von Oberer Straße oder Markt Tatsachen geschaffen werden, die das Vorhaben Tiefgarage verhindern", erklären beide.



02.03.2006 OTZ - Ostthüringer Zeitung