Landratskandidat der Mitte bei FDP zu Gast
Rudolstadt (OTZ/H.E.). Wenn es zur Wahl am 7. Mai zu einem Wechsel an der Spitze des Landkreises käme, so würde der Landratskandidat der bürgerlichen Mitte, Klaus-Dieter Marten, die Arge auf den Prüfstand stellen und zusätzlich eine halbe Million Euro für Kinder und Jugend einstellen. Beides sind Kernaussagen seines Wahlprogrammes, das er am Mittwochabend auf Einladung der Rudolstädter FDP im Parkrestaurant vorstellte.
"Es kann nicht sein, dass von der Arge fünf Millionen Euro an den Bund zurückgegeben werden", sagte Marten und kündigte in Sachen Arbeitsmarkt an "einfache Strukturen zu schaffen, die effektives Handeln ermöglichen, damit es nicht wieder vorkommt, dass Gelder an den Bund zurückgegeben werden, die hier dringend gebraucht werden".
Beim Schwerpunkt Familienpolitik kündigte der gemeinsame Kandidat von CDU, FDP und BI an, zusätzlich 500 000 Euro für Kinder- und Jugendarbeit einzustellen. Außerdem solle gemeinsam mit der Kreissparkasse ein zinsgünstiges Kreditprogramm für junge Familien zur Gründung des Hausstandes erarbeitet werden. Als ein Angebot gegen die Abwanderung junger Leute.
Für die Entwicklung des Tourismus schlägt Marten die Einrichtung einer Außenstelle des Regionalverbandes Thüringer Wald in Saalfeld vor. Neben den Themen Bildung (keine Schulschließung mehr) und Infrastruktur (Autobahnanbindung muss schneller her als 2012) sieht Marten einen Schwerpunkt in seinem Wahlprogramm auch beim Thema moderne Energie.
Seine Botschaft hörten in Rudolstadt nur sehr wenige Rudolstädter. Neben CDU-Bürgermeisterkandidatin Barbara Valduga, die ihm "die volle Unterstützung des CDU-Ortsverbandes versicherte" und Jörg Reichl, Bürgermeisterkandidat der Bürger für Rudolstadt (BfR), waren das nur drei FDP-Mitglieder, drei Gäste sowie drei Rudolstädter BI-Stadträte, unter ihnen Fraktionschef Wolfgang Knoch, der anerkannte, dass die Forderungen der BI im Wahlprogramm auftauchen.

23.03.2006



24.03.2006 OTZ - Ostthüringer Zeitung