Landratskandidat der bürgerlichen Mitte erwägt Optionsmodell und Installation eines Beirats
Saalfeld (OTZ/TS). Änderungen in der Struktur der Arbeitsgemeinschaft zur Grundsicherung (Arge) im Landkreis will im Fall eines Wahlsieges der Landratskandidat der bürgerlichen Mitte, Klaus-Dieter Marten durchsetzen.
Mit der Bildung der Arge aus den Teilbereichen des Landratsamt und der Agentur für Arbeit habe man sich den Durchbruch auf dem Arbeitsmarkt für die Langzeitarbeitslosen im Landkreis erhofft. Statt der Senkung der Bedarfshaushalte sei der Landkreis durch weiter steigende Zahlen in diesem Bereich gekennzeichnet, heißt es in einer Mitteilung.

"Dies ist der Bürokratie und Regelungswut der Bundesanstalt für Arbeit zuzurechnen", so Marten. Nach über einem Jahr Arge müsse man feststellen, dass die Strukturen dringend verbessert werden müssen. Vor allem das Optionsmodell müsse perspektivisch wieder diskutiert werden. Landkreise, die ihre Langzeitarbeitslosen im so genannten Optionsmodell selber betreuen, hätten deutlich bessere Erfolge bei der Vermittlung vorzuweisen, schreibt Marten.

"Die Entkopplung vom Bürokratiemoloch Bundesagentur, die regionale Kenntnis des Arbeitsmarktes im Landkreis durch die Nutzung bestehender Netzwerke sowie die guten Strategieansätze vom Arge-Chef Kremlitschka müssen in eine neue Struktur gebracht werden", meint Marten.

Bei der Neuausrichtung müsse ein Beirat installiert werden. Seine Aufgabe müsse dabei die Entwicklung von neuen und unorthodoxen Projekten zur Verringerung der Langzeitarbeitslosigkeit beziehungsweise von Arbeitsgelegenheiten für alle Langzeitarbeitslosen sein. Darüber hinaus bedürfe es einer Kontrolle der Arge. Derzeit fehle es an einer Einbindung des Verbandes der Wirtschaft in die Kontrolle. "Ich werde die Arge in der jetzigen Form in meiner Amtszeit auflösen, die Strukturen effektiver gestalten und die Aufgaben direkt im Landratsamt ansiedeln", so Marten.


05.04.2006 OTZ - Ostthüringer Zeitung