Saalfeld (OTZ). Angesichts der anstehenden massiven Kürzungen hinsichtlich des Theaters in Rudolstadt stellt sich die FDP die Frage, ob der Kreis Saalfeld-Rudolstadt an den richtigen Stellen im Freistaat Gehör findet.

"Thüringen hat eine CDU-Landesregierung, und nach den letzten Landtagswahlen sitzen aus dem Landkreis zwei Abgeordnete der CDU im Thüringer Landtag", sagte FDP-Kreischef Volker Weber. "Es ist beschämend, wie der Landkreis gerade in diesem Punkt der kulturellen Förderung immer wieder zurück stecken muss. Hier funktioniert die Lobby-Arbeit für den Landkreis in keinster Weise", so Weber.

Doch auch im Landratsamt mit Marion Philipp (SPD) an der Spitze habe man ganz erstaunt getan über die Ankündigung der Landerregierung, die Förderung des Theaters in Rudolstadt drastisch zu senken, obwohl dies im Kreistag schon seit längerem thematisiert wurde, heißt es.

Da der Landkreis bei den Kürzungen in der Spitzengruppe im Freistaat liegt, stelle sich die Frage nach der Akzeptanz von Frau Philipp in Erfurt.

Die FDP im Kreis fordert die Landtagsabgeordneten der CDU und der PDS sowie die Landrätin auf, sich stärker als bisher auf ihre Aufgabe als Vertreter des Landkreises zu konzentrieren. Wenn es schon nicht bei der Kultur funktioniere, wie solle der Landkreis dann erst in Fragen der wirtschaftlichen Ansiedelung in Erfurt vertreten werden, fragt man sich.


21.07.2006 Volker Weber / OTZ