Liberale formulieren erste Wahlziele für 2009

Von OTZ-Redakteurin Sabine Bujack-Biedermann Saalfeld.
Auch nach den Vorstandswahlen während der Mitgliederversammlung des FDP-Kreisverbandes Saalfeld-Rudolstadt am Samstag im Hotel "Bergfried" bleibt Volker Weber Kreisvorsitzender. Der 44-jährige Oberwellenborner geht damit in die vierte Amtsperiode. Auch in den übrigen Wahlfunktionen änderte sich nicht viel. Mit Marian Koppe und Eckhard Linke, der seine Partei auch im Kreistag vertritt, führen die beiden Stellvertreter ihre Ämter weiter. Der alte und neue Kreisschatzmeister heißt Klaus Hesse. Lediglich einer der Beisitzer, Klaus Linke aus Leutenberg, gab seine Wahlfunktion aus beruflichen Gründen auf. An den Wahlen beteiligten sich rund ein Drittel der 105 Mitglieder, die sich im Kreis bei den Liberalen engagieren. Sie sind in sieben Ortsverbänden organisiert. Ein eigener Kreisverband der Jungen Liberalen soll erst ins Leben gerufen werden, nachdem es laut Koppe in den vergangenen zwei Jahren gelungen sei, auch Jüngere für die FDP zu gewinnen.
In seinem Rechenschaftsbericht rückte Weber bereits das "Superwahljahr 2009" in den Blick. Die Liberalen wollen sowohl im Kreistag als auch in Land- und Bundestag einziehen, in beide letztere Parlamente "möglichst mit einem Kandidaten aus unserem Kreis", wie Koppe sagte. Er selbst werde für den Landtag kandidieren, Weber will sich um ein Bundestagsmandat bewerben, Linke wieder den Einzug in den Kreistag schaffen. Für dieses Parlament stellte er zehn Prozent der Stimmen als Ziel der nächsten Wahl auf: "Wir wollen in alle Ausschüsse." Mit dann fünf statt derzeit drei FDP-Kreistagsmitgliedern sei man "nicht mehr auf das Wohl und Wehe einer anderen Partei" angewiesen, sagte Linke über die gemeinsame Kreistagsfraktion mit der CDU.
Als weitere Wahlkampfthemen nannte Volker Weber Alternativen zur Rente ab 67 Jahren, ein Kulturraumgesetz und das Bürgergeld. Letzteres war bereits Gegenstand eines Gesprächs mit dem "Saalfelder Bündnis" in der vergangenen Woche. Das sei ein Weg, so Weber, neue Wählerpotentiale zu aktivieren. Außerdem verstehen sich die Liberalen weiterhin als "Anwalt der Leistungswilligen", auch sprechen sie sich für den Erhalt des Rudolstädter Theaters aus.
Um diese Ziele zu erreichen, sollen die Ortsverbände besser vernetzt werden, sowohl untereinander als auch mit dem Kreisvorstand. Außerdem soll eine thematische Reihe die Inhalte des Wahlkampfs untersetzen.


29.01.2007 OTZ - Ostthüringer Zeitung