Die Thüringer FDP hat mit ihrem Parteitag in der Tonhalle von Gera bundesweit Geschichte geschrieben.
Volker Weber, Kreisvorsitzender von Saalfeld-Rudolstadt, präsentierte den Delegierten ein Emissionszertifikat, das den Liberalen eine umweltverträgliche und klimaneutrale Veranstaltung attestierte. Begeistert von der Tatsache, das erste derartige Gremium in Deutschland mit so einer Urkunde zu sein, spendeten sich die Freidemokraten selbst einen ordentlichen Applaus.
Weber hatte den Kohlendioxidausstoß der rund 300 Versammlungsmitglieder einschließlich Anreise mit Pkw und Zubereitung von Speisen und Getränken im Saal ausrechnen lassen. Heraus kamen zehn Tonnen CO2. An der nationalen Emissionsbörse in Leipzig wurde dann für 120 Euro das entsprechende Zertifikat gekauft. Die FDP will damit ein Windkraftprojekt in Indien unterstützen.
Der Betrag wäre bestimmt entschieden höher ausgefallen, wenn bei der Berechnung alle Sprechblasen und die so ungeheuer klimaschädlichen Verdauungswinde berücksichtigt worden wären.
Dem Etat der FDP wäre es egal gewesen, weil ohnehin alles über einen Investmentfond gesponsert wurde.jo

24.04.2007 OTZ - Ostthüringer Zeitung