Die Straße zur Grundschule Leutenberg ist nicht nur steil, sondern weist auch keinen Gehweg auf und befindet sich in einem desolaten Zustand.
(Foto: OTZ/Ute Häfner)


FDP-Fraktion macht Druck - Ausbau soll spätestens in einem Jahr erfolgen
Von OTZ-Redakteurin Ute Häfner Leutenberg. Die öffentliche Straße zur Grundschule Leutenberg hinauf auf den Löhmberg soll spätestens im Juli/August 2008 ausgebaut werden. Das beschloss der Leutenberger Stadtrat auf Antrag der dreiköpfigen FDP-Fraktion am Montagabend einstimmig und rang auch die Einwände von Bürgermeister Ernst Tänzer (parteilos) nieder.
Der hätte die Beschlussvorlage gern zurückgestellt, weil die Firma Rameder aus Munschwitz Unterstützung beim Bau dieser Straße zugesichert habe. "Die wird sie nicht geben, wenn sich die Stadt zum Ausbau bekennt", argumentierte der Rathauschef.
Das sahen die Stadträte anders. Elisabeth Stauch (CDU) mahnte, den Beschluss zum Straßenbau zu fassen, um haushaltstechnisch planen zu können. Rameder sei anteilmäßig beim Straßenbau dabei, wenn die Firma wie geplant als Investor den Löhmberg für Wohnbebauung entwickeln wolle. Als "mehr als überfällige Maßnahme" bezeichnete auch FDP-Fraktionschefin Helga Zapf das Bauvorhaben Straße. Beate Friedrich (CDU) wies daraufhin, dass sofortige Verhandlungen mit dem Kreis aufzunehmen seien, um zu schauen, was an Planungsleistungen übernommen werden könnte. Der Landkreis hat Planungen zum Straßenbau bereits in der Schublade.
Hart gearbeitet wird am gemeinsamen Bildungskonzept Schule-Kindergarten, das am Standort Grundschule verwirklicht werden soll. Kindergarten und Schule hätten jeweils ihre eigenen Konzepte vorgestellt, die jetzt verzahnt würden, informierte Elisabeth Stauch als Vorsitzende des Kultur- und Sozialausschusses. Bis Mitte Juli müsse der Leutenberger Stadtrat einen Beschluss zum Bildungsvorhaben gefasst haben, damit der Kreis seinen zu leistenden Part in seinen Haushalt 2008 aufnehmen könne.

09.05.2007 OTZ - Ostthüringer Zeitung