FDP aus Königsee pflegt seit 17 Jahren Beziehungen zu Parteifreunden in Königswinter
Königswinter/Königsee (OTZ gw). Als vor 17 Jahren ein "Hilfe- und Unterstützerteam" aus dem rheinländischen Königswinter in das thüringische Königsee fuhr, war das aus westlicher Sicht zunächst noch sozusagen politische Aufbauhilfe Ost. Aus dem damaligen Engagement wurde dann allerdings schnell ein freundschaftlicher Kontakt, der im Verlauf von zwei Jahrzehnten enger geworden ist.
Dass für einen Rheinländer alles, was mindestens zweimal stattfindet, Tradition wird, haben auch die Rinnestädter schnell übernommen. So war es auch heuer normal, dass eine zwölfköpfige FDP-Delegation um ihren Vorsitzenden Marian Koppe von der Rinne an den Rhein reiste, nicht zuletzt um "Rhein in Flammen" zu erleben.
Vera Maurer, FDP-Chefin in Königswinter, machte bei ihrer Begrüßung nicht viel Worte: "Wir freuen uns, dass ihr da seid" und stieg sofort in ein volles Programm ein, welches man für die Königseer zusammengestellt hatte. So ging es ins Sealife-Aquarium in der Altstadt von Königswinter und in die Sammlerscheune nach Gratzfeld. Höhepunkt des zweitägigen Besuches war sicherlich das Theaterstück "Der 70. Geburtstag" - eine launische Geschichte um eine agile Großmutter, zickige Töchter und Geld, das nicht da landet, wo die Töchter es gerne hätten. Das Besondere: Das Stück stammt aus der Feder der FDP-Vorsitzenden Maurer und es war gespickt mit Selbstironie und der einen oder anderen Anspielung durchaus auch auf die Parteifreunde aus Ostthüringen. Der Königseer Bernd Krühner bekam dies am eigenen Leib zu spüren. Nichts ahnend aus dem Publikum auf die Bühne geholt, wurde er prompt in die Aufführung "eingebaut".
Dass sich das freundschaftliche Miteinander zwischen der FDP in Königsee und Königswinter herumgesprochen hat, zeigte auch der Besuch des dortigen Bürgermeisters Peter Wirtz (CDU). Im Gepäck hatte er Krawatten für die Herren und Halstücher für die Damen - natürlich mit dem hiesigen Stadtlogo. Die Königseer Revanche: Ein überdimensionaler Frühstückskorb sowie ein Bildband von der Rinnestadt, den Koppe dem Bürgermeister der Stadt am Drachenfels als Erinnerung überreichte. Der Königseer FDP-Ortsvorsitzende bedankte sich für den herzlichen Empfang und die wunderschönen gemeinsamen Tage, die man mit den Freunden vom Rheinland verbrachte und lud die rührigen Gastgeber für das nächste Jahr wieder nach Königsee ein.
So bleibt es auch weiter spannend, welche Aktivitäten das "KöKö-Team" sich als nächstes einfallen lassen wird.

22.05.2007 OTZ - Ostthüringer Zeitung