Klares Nein zu Zentralgymnasium in Saalfeld
Saalfeld (OTZ). Die FDP Saalfeld will sich dafür einsetzen, "dass alle noch bestehenden Schulstandorte erhalten werden sollten". Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor. Man sei sich einig, "intelligentere Lösungen anzustreben, um die Schulen effektiver und kostengünstiger zu betreiben".
"Man sollte sich immer vor Augen halten, dass es unsere Kinder betrifft und diese ein Recht auf vernünftige und erfolgversprechende Schulbedingungen haben sollten. Sie haben für ihre Interessen noch keine eigene Lobby", schreibt Saalfelds Vize-FDP-Chef Eckhard Linke.
Die Mitglieder der FDP Saalfeld geben ihren Mandatsträgern im Kreistag sowie im Stadtrat und allen Abgeordneten mit auf den Weg, alle genannten Faktoren in ihre Entscheidungsfindung einzubeziehen und eine schülerorientierte Lösung herbeizuführen.
Die Liberalen der Kreisstadt sind der Meinung, ein Zentralgymnasium in Saalfeld sei die schlechteste aller in Frage kommenden Varianten. Schuleinrichtungen mit überschaubareren Schülerzahlen, in denen die Lehrer die Schüler noch kennen, seien nicht erst seit den Ergebnissen der Pisa-Studie immer zu bevorzugen.
Auch wenn das Gorndorfer Erasmus-Reinhold-Gymnasium sanierungsbedürftig sei, auch am Standort des Heinrich-Böll-Gymnasium in der Reinhardtstraße wären erhebliche Investitionen nötig, um die zusätzlichen Schülerzahlen abzusichern. Ein in der OTZ veröffentlichter Leserbrief von Karl Möller aus Gorndorf zu dieser Problematik sei ebenfalls in die Diskussion einbezogen worden.
Im vorliegenden Entwurf des Schulnetzkonzeptes werde zum Beispiel in keiner Weise auf die logistischen Herausforderungen und Veränderungen für den Schulstandort, aber auch für die Anwohner eingegangen, die die in Zukunft prognostizierten 1200 Schüler zweifellos mit sich bringen werden, heißt es.

19.06.2007 OTZ - Ostthüringer Zeitung