Bildung

Finanzerleichterungen für ausbildungswillige Betriebe sind laut FDP-Thüringen der richtige Weg, um den Lehrstellenmangel zu beseitigen. Fehlende Lehrstellen könnten nicht über Zwangsabgaben erreicht
werden. Der Mittelstand sei dafür bereits finanziell zu sehr angeschlagen. "Anreiz zur Ausbildung ist das Stichwort.", erklärte Landesvize Uwe Barth. "Unter Zwang geschieht hier gar nichts, nur über mehr Freiräume gelangen wir zu einer eigenverantwortlichen Ausbildung durch Betriebe.", so der
FDP-Politiker.

Die Lage auf dem Lehrstellenmarkt, so Barth weiter, spitze sich dramatisch zu. Rein rechnerisch würden in Deutschland 160.000 Lehrstellen in diesem Jahr fehlen. Deshalb seien Ausbildungshemmnisse abzubauen. Der Verzicht auf tariflich vereinbarte Übernahmeangebote für Auszubildende sei hier ebenso ein denkbarer Ansatz wie kürzere und flexiblere Ausbildungszeiten um die Betriebe anzuregen, mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

"Ein wesentliches Element der drastischen Lehrstellenlage ist die fehlende Planungssicherheit bei den kleinen und mittelständischen Betrieben. Allein die ständige Diskussion um unterschiedliche Steuererhöhungen, sei es
Diesel- oder Mehrwertsteuer sorgen für Verunsicherung. Außerdem ist immer noch nicht klar, wann und ob die Agenda 2010 umgesetzt und die Steuerreform vorgezogen wird." Barth verwies darauf, dass drastische Steuersenkungen und Deregulierungen rund um das Arbeitsrecht den Ausbildungsmangel beheben helfen könnten.
Neue Zwangsabgaben würden das Problem nur verschärfen.


28.07.2003 Pressestelle