Erfurt/Eisenberg. Mit der Verkündung der Ministerriege der Regierungskoalition in Erfurt stellt der stellvertretende Kreisvorsitzende der FDP im Saale-Holzland-Kreis Holger Joseph fest, "es gibt scheinbar in Thüringen wirklich einen Fachkräftemangel. Sogar bei den Ministerposten im Thüringer Landtag muss der Freistaat auf Personen aus den westlichen Bundesländern zurückgreifen, da unter den eigenen Reihen wohl keine fähigen Leute zu finden sind. Bedauerlich für unser Land und die "Große Koalition" in Erfurt, dass man dazu nicht in der Lage scheint. Jedenfalls kann man bei genauerer Betrachtung eine SED-Vorgabe erkennen, die zu DDR-Zeiten ein Abspielen von Titeln aus dem NSW (Nichtsozialistischen Wirtschaftsraum) nur zu einem bestimmten Prozentsatz erlaubte. Diese 60/40% Regel findet sich nun in der Regierungsmannschaft wieder und man könnte mit einem schelmischen Grinsen behaupten, Herr Ramelow hat wohl doch mehr Einfluß als die Regierung denkt."
Bleibt zu Hoffen, dass dem nicht so ist und Frau Lieberknecht nun tatsächlich das Thema "Abwanderung" verstanden hat und gegen dieses Problem vorgeht. "Dann finden sich nach der nächsten Wahl auch wieder Leute aus Thüringen," so Joseph abschliessend.