Im Zweifel für die Freiheit: Dirk Bergner

Dirk Bergner

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Verkehrs- und Wirtschaftspolitik

"Ich begrüße ganz ausdrücklich die Bemühungen der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH, mehr Material- und Produkttransporte von der Straße auf die Schiene zu bekommen", sagt Dirk Bergner, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Thüringer Landtag. Gemeinsam mit FDP-Fraktionschef Thomas L. Kemmerich und dem Bundestagsabgeordneten Gerald Ullrich war er zum Firmenbesuch an der thüringisch-bayrischen Grenze.

Etwa 250 Trucks steuern das Unternehmen in Rosenthal am Rennsteig nach Angaben von Geschäftsführer Leonhard Nossol pro Tag an, aber nur zwei bis drei Züge. Das liegt vor allem daran, dass die direkte Bahnverbindung zwischen Rosenthal und Hof, die nach Wünschen des Geschäftsführers weiter ins tschechische Asch führen sollte, nicht mehr existiert. Auf bayrischer Seite wurden bereits Gleise zurückgebaut.
360.000 Tonnen Zellstoff - aus dem Papier von erstklassiger Schreib- und Druckqualität gefertigt wird - werden pro Jahr in dem zum Mercer-Konzern gehörenden Unternehmen produziert und in alle Welt verkauft. Aus einem Radius von 100 Kilometern wird für die Produktion Holz angefahren - darunter auch viel Schad- und Borkenkäferholz. Ein Großteil werde nahe Asch von Zügen auf Lastwagen verladen, die es dann ins Zellstoffwerk bringen. Lediglich über die Zugverbindung nach Saalfeld können bislang Material und Güter in Rosenthal per Schiene angeliefert werden. Ein Bahnterminal wurde vor einigen Jahren auf dem Firmengelände eingerichtet. Fehlt der Fernanschluss.
Bei einem Anschlusstermin in Lichtenberg sensibilisierte Thüringens Landtagsvizepräsident Dirk Bergner Peter Meyer, den Direktor der Bezirksverwaltung Oberfranken, für die Thematik. Per Brief wird er sich mit der Bitte um Unterstützung des Schienenbau-Projektes auch an den Bezirkstagspräsidenten Henry Schramm wenden.
"Die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH hat in den vergangenen Jahren 285 Millionen Euro in das 80 Hektar umfassende Betriebsgelände investiert, nicht nur um effektiver, sondern auch um umweltfreundlicher produzieren zu können. Durch die Corona-Pandemie verzeichnet das Unternehmen einen Umsatzrückgang. Ich denke, wir alle - in Bayern wie in Thüringen - tuen gut daran, die Firma politisch bestmöglich zu unterstützen. Schließlich hängen die Arbeitsplätze von mehr als 400 Mitarbeitern aus Thüringen, Oberfranken und Sachsen dran", so Dirk Bergner. Innerhalb des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten wird er sich stark machen für eine bessere Schienenanbindung des letzten bis heute erhaltenen großen Zellstoffproduzenten der ehemaligen DDR.