Im Zweifel für die Freiheit: Dirk Bergner

Dirk Bergner

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Forstwirtschaft und Energiepolitik

Die Freien Demokraten in Thüringen wollen Windkraftanlagen im Wald verhindern. Deshalb haben sie bereits Anfang des Jahres einen Gesetzentwurf zur Änderung des Waldgesetzes auf den Weg gebracht und mit Unterstützung der CDU in den Landtag eingebracht. "Seit Jahrhunderten prägen unsere Wälder die Thüringer Kulturlandschaft.", sagt der forstpolitische Sprecher der Landtagsfraktion, Dirk Bergner.

Die Wälder seien nicht nur Holzproduzent, sondern vor allem grüne Lunge des grünen Herzens, und Biotop für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten. "Wenn manche Wälder tatsächlich Fichtenmonokulturen sind, gehören sie ökologisch aufgewertet und nicht plattgemacht.", fordert Bergner. Mit dem Bau von Windrädern in Wäldern werden breite Schneisen für Zufahrtswege geschlagen, die zusätzliche Angriffsflächen für Sturmschäden mit sich bringen, und die erforderlichen Fundamente bringen erhebliche Eingriffe in die Geologie sowie ggf. auch Hydrologie des Waldes mit sich. Besonders kritisch sieht der Liberale, der auch Mitglied im Innenausschuss ist, die Brandgefahr: "Wenn ein Feld abbrennt, ist die Produktion eines ganzen Jahres beschädigt. Im Wald geht es um Jahrzehnte."


Einig ist er sich mit Fraktionschef Thomas Kemmerich, der als Energiepolitiker die einseitige Ausrichtung auf Windkraft kritisiert: "Wir brauchen einen vernünftigen Energiemix für eine stabile Energieversorgung in Thüringen, und auch bei erneuerbaren Energien darf nicht einseitig auf eine - noch dazu nur unregelmäßig verfügbare - Energieform gesetzt werden." Es sei sinnvoll, auch die Potenziale von Wasserkraft, Biogas und Biomasse auszuschöpfen, zumal diese grundlastfähiger seien.

"Die Anhörungsergebnisse zum Gesetzgebungsverfahren waren überwiegend positiv, weiß Kemmerich. Jetzt komme es vor allem darauf an, dass sich die CDU nicht wegen ihres Stillhalteabkommens mit Rot-Rot-Grün auf weitere Verzögerungstaktik einlasse. "Wir wollen, dass schnellstmöglich die zweite Lesung im Plenum behandelt und endlich dem Spuk ein Ende gesetzt wird.", so der Freidemokrat.